Symptombeschreibung:
Muskelschwäche gehört zu den häufigen Symptomen der Multiplen Sklerose. Sie kann Arme, Beine oder andere Muskelgruppen betreffen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Betroffene fühlen sich häufig kraftlos, ermüden schneller oder haben Schwierigkeiten beim Gehen, Treppensteigen oder Greifen. Ursachen können Entzündungsherde im Gehirn oder Rückenmark sein, die die Nervenleitung zu den Muskeln beeinträchtigen. Eine verminderte körperliche Aktivität kann die Muskelschwäche zusätzlich verstärken und die Beweglichkeit weiter einschränken.
Ziel der Therapie:
Muskelkraft und Beweglichkeit möglichst erhalten oder verbessern, die Selbstständigkeit fördern und Folgeerkrankungen durch Bewegungsmangel vermeiden.
Nicht-medikamentöse Therapie:
Regelmäßige körperliche Aktivität sowie individuell angepasste Physio- und Ergotherapie bilden die Grundlage der Behandlung. Kraft, Ausdauer und Gleichgewichtstraining können helfen, Muskelkraft und Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern. Bei Bedarf unterstützen Hilfsmittel wie Gehstock, Rollator oder Orthesen dabei, die Mobilität und Sicherheit im Alltag zu erhalten. Ein individuell abgestimmtes Trainingsprogramm sollte gemeinsam mit dem Behandlungsteam entwickelt werden.
Medikamentöse Therapie:
Eine spezifische medikamentöse Behandlung der Muskelschwäche gibt es nicht. Tritt die Muskelschwäche im Rahmen eines akuten MS-Schubs auf, kann eine hochdosierte Kortisontherapie die Entzündung behandeln und die Rückbildung der Beschwerden unterstützen. Die weitere Behandlung richtet sich nach der Ursache der Muskelschwäche sowie begleitenden Symptomen wie Spastik oder Fatigue.