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Symptombeschreibung:

Feinmotorikstörungen erschweren präzise Hand- und Fingerbewegungen. Betroffene haben beispielsweise Schwierigkeiten beim Schreiben, Zuknöpfen von Kleidung, Öffnen von Verschlüssen oder Greifen kleiner Gegenstände. Auch das Bedienen eines Smartphones oder einer Tastatur kann beeinträchtigt sein. Ursache sind Schädigungen im zentralen Nervensystem, die Bewegungssteuerung oder das Gefühl in den Händen beeinträchtigen. Häufig wirken mehrere Symptome wie Koordinationsstörungen, Tremor, Spastik, Muskelschwäche oder Sensibilitätsstörungen zusammen.

Ziel der Therapie:

Die Handfunktion möglichst erhalten oder verbessern sowie die Selbstständigkeit im Alltag fördern.

Nicht-medikamentöse Therapie:

Ergotherapie ist die wichtigste Behandlungsmaßnahme. Mit gezielten Übungen können Geschicklichkeit, Koordination und alltagsrelevante Bewegungsabläufe trainiert werden. Bei Bedarf erleichtern Hilfsmittel oder Anpassungen im Alltag das Greifen und Ausführen feinmotorischer Tätigkeiten.

Medikamentöse Therapie:

Eine spezifische medikamentöse Behandlung der gestörten Feinmotorik gibt es nicht. Die Behandlung richtet sich nach den zugrunde liegenden MS-Symptomen wie zum Beispiel Tremor, Spastik oder Schmerzen.

Wissenswertes:

Eine eingeschränkte Feinmotorik entwickelt sich häufig schleichend. Frühzeitig begonnene Übungen und regelmäßiges Training können dazu beitragen, die Handfunktion möglichst lange zu erhalten.