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Ocrelizumab, höher dosiert

Der Hersteller gibt bekannt, dass eine höhere Dosierung des Wirkstoffes keinen Vorteil für die Patienten hat.

Viel hilft viel, heißt es so schön. Beim B-Zell-Depletierer Ocrelizumab scheint diese Verallgemeinerung nicht zuzutreffen. Zugelassen sind 600 mg Ocrelizumab alle 6 Monate per Infusion bei schubförmiger MS. Eine Studie (MUSETTE) sollte nun zeigen, ob eine höhere Dosierung des monoklonalen Antikörpers Patienten mit schubförmiger MS zusätzlichen Nutzen bringen könnte. Die Studie verfehlte ihr primäres Ziel. 600 mg seien die optimale Dosierung von Ocrelizumab, um den Behinderungsfortschritt (bei schubförmiger MS) zu verlangsamen.

Die Phase-3-Studie MUSETTE verglich zweierlei Dosierungen (1.200 mg für Patienten unter 75 kg Körpergewicht und 1.800 mg für Patienten ab 75 kg Körpergewicht) mit der aktuell zugelassenen Dosierung von 600 mg Ocrevus für alle Gewichtsklassen. Gemessen wurde die Zeit bis zu einer mindestens 12 Wochen anhaltenden Verschlechterung, gemessen an der Expanded Disability Status Scale (EDSS), dem 25-foot-Walk und dem "9-hole-peg-Test" (einem genormten Test, um die Arm-Hand-Funktion zu messen, bei dem 9 Stäbchen möglichst schnell in ein Brett mit 9 Löchern gesteckt werden müssen).

Höher dosiertes Ocrelizuamb zeigte keinen Vorteil gegenüber der zugelassenen Dosierung. Es zeigte (innerhalb von MUSETTE) auch keine weiteren Nebenwirkungen. Der Hersteller hält die Dosierung von 600 mg daher für die optimale Dosierung des Anti-CD20-Antikörpers.

Neben der intravenösen Gabe alle halbe Jahr ist seit geraumer Zeit auch die subkutane Gabe zugelassen. Sie hat für Arzt und Patient den Vorteil, dass sie schneller geht, also Zeit spart.

Quelle: Pressemitteilung von Roche, 02.04.2025.

Redaktion: AMSEL e.V., 12.05.2025