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Multiple Sklerose: gut vorbereitet zur Zweitmeinung

Oft kommen Patienten zu Prof. Mathias Mäurer für eine zweite Meinung. Wie sie sich am besten vorbereiten und was sie dabei haben sollten, erklärt er im aktuellen MS-Docblog-Beitrag.

Es kann viele Gründe geben, warum sich Menschen mit Multipler Sklerose eine zweite Meinung einholen wollen. Oft ist es gar nicht so, dass sie die Diagnose oder die Behandlungsempfehlung ihres Neurologen wirklich anzweifeln. Wie auch, als Laie. Meistens will man sich einfach nur sicher sein, dass man das Richtige tut. Gerade wenn man vielleicht nicht regelmäßig in einem MS-Zentrum behandelt wird, sondern eben von einem Neurologen, der in der Nähe und damit im Alltag gut erreichbar ist.

Damit jedoch ein zweiter Neurologe wie zum Beispiel Professor Mathias Mäurer tatsächlich eine unabhängige zweite Meinung abgeben kann, sollte man sich auf diesen Termin entsprechend vorbereiten. Das bedeutet nicht, dass man alle Unterlagen wohl sortiert präsentieren können sollte. Und es bedeutet schon gar nicht, dass man seinen eigenen Zustand in medizinischer Fachsprache genau beschreiben kann. Im Gegenteil. Zwei Dinge sind Professor Mäurer wichtig, wenn ihn Patienten für eine zweite Meinung aufsuchen:

  1. Die eigene Krankheitsgeschichte und Symptome bzw. das eigene Anliegen in eigenen Worten beschreiben zu können (Professor Mäurer hakt an den entsprechenden Stellen nach). Das setzt natürlich voraus, dass man sich überhaupt als Patient die Zeit nimmt, nochmals alles zu erzählen. Eher unwichtig ist dabei, was welcher Arzt wann dazu gesagt hat oder wie der medizinische Fachausdruck für einzelne Symptome lautet.
  2. Möglichst vollständige Unterlagen mitbringen: Hier sind vor allen Dingen die CDs mit den MRT-Bildern wichtig. Nicht nur die jüngsten, sondern auch die aus der Vergangenheit, um den Verlauf der MS beurteilen zu können. Ebenso, falls vorhanden, Ergebnisse von Liquoruntersuchungen, Sehtests und ähnliches. Diese Unterlagen können, müssen aber nicht sortiert sein.

Das Gute daran ist: Man muss als Patient also gar nicht so viel tun. Weder medizinische Fachbegriffe richtig verwenden können noch seine Akten aufwendig sortieren. Auch nicht nachträglich herausfinden, wann man bei welchem Arzt war. Hauptsache, man kann in eigener Sprache wiedergeben, was sich getan hat und wie es einem heute geht, und hat alle Unterlagen möglichst vollständig beieinander. In welcher Reihenfolge, ist wie gesagt zweitrangig.

Quelle: MS-Docblog.de, 06.09.2019.

Redaktion: AMSEL e.V., 06.09.2019