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Aktuelle Studiendaten zu MS und Covid-19

Prof. Mathias Mäurer hat Beruhigendes zu berichten: Weder die MS noch ihre Therapie scheinen das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf zu erhöhen.

Auf der Grundlage von Annahmen allein lässt sich nicht gut beraten. Bei einem neuen Virus wie dem Coronavirus fehlten zunächst die Daten, um darauf Rückschlüsse für MS-Patienten zu ziehen. Erste konkrete Studiendaten sind nun im Lancet Neurology veröffentlicht. Prof. Mathias Mäurer geht darauf ein in seinem aktuellen MS-Docblog-Beitrag:

Es handelt sich zwar um vorläufige Daten, doch sie lassen den Schluss zu, dass weder die Multiple Sklerose noch die Art der Therapie (zum Beispiel B-Zell-depletierende Behandlung) einen Einfluss auf die Schwere des Covid-19-Verlaufs hatten. Vielmehr waren offensichtlich wie in der übrigen Bevölkerung auch höheres Lebensalter und kardiovaskuläre Vorerkrankungen Grund für einen schwereren Verlauf. 96 % der Erkrankten hatten einen milden Verlauf.

Kein Grund, die MS-Therapie auszusetzen

Es gibt demnach also keinen Grund, eine MS-Therapie auszusetzen oder hinauszuschieben. Das empfiehlt mittlerweile auch der DMSG Bundesverband so.

Wer sich näher informieren möchte und vielleicht eine individuelle Frage zu seinem Fall hat, kann weiter etwa die regelmäßigen Expertenchats am 3. Dienstag im Monat oder - noch recht neu - die Fragerunden in den AMSEL-Webinaren nutzen, um Genaueres zu erfahen.

Quelle: MS-Dcoblog, 11.05.2020.

Redaktion: AMSEL e.V., 11.05.2020