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Blutwäsche hilft nur bei bestimmten MS-Formen

22.08.05 - MS Lesion Project sieht Verbindung zwischen Therapieauswirkung und bestimmen Arten von Gehirnläsionen.

Ein internationales Team von Forschern des MS Lesion Projects (unterstützt von der National Multiple Sclerosis Society) haben Ergebnisse publiziert, denen zufolge Betroffene mit einer bestimmten Läsionsausprägung auf eine Blutaustauschtherapie reagierten. Die Austauschtherapie findet vor allem Anwendung bei MS-Betroffenen mit starken Schüben, die nicht auf herkömmliche Therapien reagieren.

Wenngleich die Zahl von 19 Probanten sehr klein ist, so ist dies doch ein Nachweis für die Hypothese, dass Subtypen von MS unterschiedlich auf die einzelnen Therapien reagieren. Die Untertypen von Multiple Sklerose zu finden und zu verstehen, ist das Ziel des Lesion Projects.

Dr. Lucchinetti und Kollegen aus den USA, Österreich und Deutschland haben unter mehr als 200 Proben vier Läsionstypen herausgefunden, die sich nach Aktivität des Immunsystems unterscheiden lassen. Die Läsionen eines Menschen sind untereinander gleich, jedoch haben unterschiedliche Menschen teils auch unterschiedliche Läsionen.

Bei der kleinen Studie reagierten alle zehn Teilnehmer mit Läsionstyp 2 relativ gut auf den Blutaustausch, während die anderen neun Teilnehmer mit anderen Läsionstypen gar nicht darauf reagierten. Diese Ergebnisse legen nahe, dass sich die MS-Behandlung einzelner Patienten in Zukunft immer individueller gestalten lässt.

Quelle: National MS Society (englisch)

Redaktion: AMSEL e.V., 26.08.2005