AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)
Medizin/Therapie

Suche

Inhaltsbereich
  • Drucken
  • Seite empfehlen

Diagnose der Multiplen Sklerose

Makrozyklische Kontrastmittel bei MRT der Multiplen Sklerose

17.12.2017 - Die Europäische Arzneimittelagentur schränkt den Gebrauch von linearem Gadolinium als Kernspinkontrastmittel stark ein.

MRT (Magnetresonanztomografie) zur Diagnose der Multiplen Sklerose.

Wenn man nicht gerade unter Platzangst leidet, ist die "Fahrt durch die Röhre" für die meisten Menschen mit Multipler Sklerose unkompliziert. Eine Untersuchung im Magnetresonanztomografen, kurz: MRT gilt gemeinhin als unschädlich, nicht zuletzt im Vergleich mit anderen bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Mammografie oder auch Computertomografie (CT), bei denen Röntgenstrahlung freigesetzt wird.

Um aktive Entzündungen im Zentralen Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, festzustellen, hilft es allerdings, wenn den Patienten kurz vor der MRT-Aufnahme intravenös ein Kontrastmittel injiziert wird. Dieses Kontrastmittel enthält meist Gadolinium, eine seltene Erde, und kann sich im Gehirn anreichern, wie wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben (AMSEL.DE hatte berichtet).

Schädigungen durch diese Anreicherungen sind bisher nicht bekannt, weswegen DMSG Bundesverband und KKNMS 2016 eine entsprechende Stellungnahme herausgegeben haben. In der Zwischenzeit allerdings hat die EMA (Europäische Arzneimittelagentur) bestimmte Gadoliniumhaltige Kontrastmittel für die meisten Diagnosen vorsorglich vom Markt genommen (Veröffentlichung EMA, 21.07.2017). Dabei handelt es sich um lineare Kontrastmittel.

Weiterhin im Einsatz sind dagegen die makrozyklischen (d.h. ringförmigen) Kontrastmittel, welche Gadolinium enthalten. Diese reichern sich nicht oder kaum im Gehirn der Patienten an, wie Untersuchungen an der Charitè gezeigt haben (AMSEL.DE hatte berichtet).

Das BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärte am 15.12.2017 das Gutachten der EMA für rechtsverbindlich. Rechtswirksam würde es Ende Februar 2018. Dann würden bestimmte (lineare) Gadoliniumhaltige Kontrastmittel vom Markt genommen bzw. nur noch bei speziellen Diagnosen (z.B. der Leber) eingesetzt. Bestimmte makrozyklische Kontrastmittel könnten weiterhin in ihren jetzigen Indikationen angewendet werden, aber in der niedrigsten Dosierung, die für eine ausreichende Kontrastverstärkung notwendig ist, und nur, wenn eine kontrastmittelfreie Bildgebung als nicht ausreichend erachtet werde, so das BfArM.

Quelle: Charité, 28.11.2016; EMA, 21.07.2017; BfArM, 15.12.2017
Redaktion: AMSEL e.V.

 

Weitere Artikel zum Thema

Alle Artikel zum Thema


Navigation Inhaltsboxen

FOLGEN SIE UNS AUF FACEBOOK

Multiple Sklerose Videos

12.01.2018: Stammzelltherapie bei MS

Unabhängige Beratung

Antworten zu pflegerischen und medizinischen Fragen

Mechthild Zeh berät Betroffene und Angehörige im Service-Center der AMSEL.

MS-Schwestern-Sprechstunde im Stuttgarter Service-Center.

  • Termine: 0711 / 69786-30
Wechseln zu: Geschichte der Multiple Sklerose

Studien zu MS

Weltweit wird die Multiple Sklerose intensiv erforscht und Studienteilnehmer gesucht. Im Netz gibt es verschiedene Überblicksseiten. 

Teilnehmer gesucht

Menschenmenge

Weltweit sind neue Wirkstoffe gegen MS im Test. Interessenten können sich zur Teilnahme melden.

Online spenden

Logo Online Spenden

Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Mehrere Spendenmöglichkeiten stehen zur Auswahl.

MS Kognition

Logo Online eTrain MS

MS Kognition lädt dazu ein, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen zu trainieren.

MS verstehen

Logo MS verstehen

Verstehen Sie die biologischen und neurologischen Vorgänge die sich bei MS abspielen.

MS behandeln

MS behandeln

MS behandeln gibt die Möglichkeit, Therapien und ihre Auswirkungen besser zu verstehen.

Eine W3 WERK Produktion © AMSEL e.V. 2018. Alle Rechte vorbehalten Datenschutzerklärung | Impressum