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"Balanceakt": Film-Mutter mit Multipler Sklerose

ZDF und ORF haben mit den Dreharbeiten für ein neues Familiendrama begonnen. Julia Koschitz in der Hauptrolle als MS-erkrankte Architektin.

 

 

ZDF und Petro Domenigg/FILMSTILLS.AT KG

"Balanceakt heißt ein neuer Spielfilm im ZDF. und ORF Hier erkrankt die junge Mutter und Architektin an Multipler Sklerose.

Multiple Sklerose trifft viele Menschen in einer intensiven Phase ihres Lebens. Zwischen 20 und 40 Jahre alt sind immer noch die meisten, wenn sie die Diagnose MS erhalten. Mitten in der Familienplanung oder kurz danach, beim Durchstarten in ihrer Karriere, voller Tatendrang, mit vielen Plänen für die Zukunft. - Und plötzlich fehlt erst mal für alles die Kraft.

So auch bei Marie, gespielt von Julia Koschitz: Von jetzt auf gleich wird ihr Leben zum „Balanceakt“. So lautet der Arbeitstitel eines neuen Filmes von ZDF und ORF. Die Crew dreht momentan in und um Wien.

Marie hat alles im Griff. Als Architektin wie als Frau und Mutter ist sie so erfolgreich wie glücklich. Ganz anders als ihre Schwester Daniela. Doch von jetzt auf nachher krempelt sich ihr Leben um. Der Vater macht sich rar, die Mutter wird überfürsorglich, Ehemann Axel scheint nur noch aus Rücksicht zu bestehen und Sohn Luis, sechs Jahre alt, fragt, warum Mama ständig so müde ist: All dies gefällt Maria nicht.

Der Grund für die Veränderungen: Multiple Sklerose, vielmehr vor allem die bleierne Müdigkeit, welche diese Krankheit bei Marie mit sich bringt. Im Fachjargon spricht man von Fatigue. Nicht wenige Erkrankte bezeichnen die Fatigue als das schlimmste Symptom, schlimmer noch als Gehprobleme, schlimmer als im Rollstuhl zu sitzen. Fatigue betrifft nicht nur den MS Erkrankten selbst, nein, Fatigue betrifft die ganze Familie.

Bis hierhin scheint die Story gut recherchiert zu sein. Ob der Film dem Leben von Menschen mit Multipler Sklerose in den wesentlichen Punkten gerecht wird, wird sich zeigen. Auf den Filmstart darf man allemal schon gespannt sein. Gezeigt wird das Familiendrama voraussichtlich 2018.

Neben Julia Koschitz stehen Franziska Weisz, David Rott und Jeremy Miliker vor der Kamera. Außerdem Ulli Maier, Peter Lerchbaumer, Susi Stach, Dominik Warta, Stefan Pohl und andere. Regie führt Vivian Naefe, das Drehbuch lieferte Agnes Pluch.

Quelle: Pressemitteilung des ZDF, 05.09.2017

Redaktion: AMSEL e.V., 06.09.2017