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Wasserspiel für Multiple Sklerose-Erkrankte

John Quarles ist Professor für Computerwissenschaften und hat Multiple Sklerose. Er hat ein Virtual-Realitiy-Game speziell für MS-Kranke entworfen.

Manche Geschichten machen einen einfach schmunzeln. So diese von John Quarles. Er ist Computerspezialist und beschäftigt sich viel mit Spielen der virtuellen Realität.

Was der Assistenzprofessor bisher vermisst hat auf dem Markt der Interface-Games, ist ein Wasserspiel speziell für Menschen mit Multipler Sklerose. Also hat er selbst eines entworfen.

Es nennt sich Shark Punch und kommt mit einfachen Mitteln aus, unter anderem 2 Smartphones. Ein Smartphone wird vorn um die Brust gebunden, ein im Bildschirm geteiltes hinter eine Tauchermaske geklemmt, fertig. Noch ist das Spiel nicht zu erwerben.

Man spielt es im Wasser. Ganz einfach, weil MS-Erkrankte wie Quarles oft Probleme bekommen, wenn sich ihr Körper bei Bewegung und Sport erhitzt. Das Wasser schafft Abkühlung, das Spiel motiviert und die Bewegung - tut einfach nur gut. Sowohl virtuelle Realität als auch Aqua-Übungen für die Reha gibt es schon lange, so der texanische Prof. Nun hat er beides zusammengebracht.

Wobei: Für zarte Gemüter ist das Spiel dann doch nichts, denn es geht darum, mit einem großen weißen Hai zu kämpfen. Gut wenn man ihn abwehren kann und auf seiner Nase trifft. Wenn der Hai dagegen eine Chance bekommt, zuzubeißen, dann ertönen Kaugeräusche. Quarles hat versucht, das Spiel so realistisch wie möglich zu gestalten.

Quelle: Pressemitteilung der University of Texas at San Antonio, April 2016

Redaktion: AMSEL e.V., 23.08.2016