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Reportage über Karikaturist Phil Hubbe

Anders normal - ist der Titel der Reportage im MDR über den Karikaturisten Phil Hubbe. Zu sehen am 27.11.16 oder in der Mediathek des MDR

Ein 22-jähriger Magdeburger erhält die Diagnose Multiple Sklerose. Für einen Zeichner kann es das Ende des Berufs bedeuten, denn die Nervenkrankheit ist unheilbar und kann motorische Fähigkeiten stark einschränken. Genau das ist Phil Hubbe vor 28 Jahren passiert. Doch das Zeichnen an den Nagel hängen? Aufgeben, bevor es angefangen hat? Das kam für den Karikaturisten nicht in Frage.

Gegen alle ärztlichen Ratschläge ging er seinen Weg weiter und zeichnete Karikaturen. Aus der Not eine Tugend machen, das scheint sein Motto. Deshalb wagte er sich als erster in Deutschland mit seinem schwarzen Humor an ein Tabu-Thema: Karikaturen über Menschen mit Behinderungen. Witze über Gehandicapte.

Und Phil Hubbe hat Erfolg. Vor allem bei Menschen mit Behinderung kommen die Karikaturen an. Viele Zuschriften ermuntern den Zeichner, weiterzumachen. Im Sommer 2016 stellt er seinen sechsten Cartoon-Band vor. Und alle 3 Monate erscheint ein neuer Cartoon aus seiner spitzen Feder im Magazin together der AMSEL.

Mit Galgenhumor rührt Hubbe an Tabus, bricht diese und zeigt Stereotypen auf. Das Zeichnen ist für ihn wie eine Therapie und seine Cartoons geben ihm Halt und zugleich auch Abstand.

Das Portrait des MDR zeigt den Menschen hinter dem Cartoon-Zeichner Phil Hubbe, spricht mit Familie, Freunden und Wegbegleitern und zeigt, wie Inklusion humoristisch gelingen kann. Phil Hubbe wurde 2014 mit dem Medienpreis der AMSEL Stiftung Ursula Späth ausgezeichnet.

Reportage über Phil Hubbe am Sonntag, 27.11.16, 8.00 Uhr im MDR. Danach ist die rund 30-minütige Sendung in der Mediathek des MDR abrufbar.

Quelle: MDR vom 24.11.16

Redaktion: AMSEL e.V.

 

Redaktion: AMSEL e.V., 26.11.2016