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Unermüdliche Macher

Drei Preise für drei Persönlichkeiten aus Baden-Württemberg: Der Bundesverband der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft verlieh Gold an Andrea Schöne, Silber an Ralf Fischer und den Pflegepreis an Monika Gross.

Beim traditionellen Festakt der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Bundesverband e.V., wurden dieses Jahr in Berlin gleich drei Persönlichkeiten aus Baden-Württemberg für ihr Engagement zugunsten MS-Erkrankter ausgezeichnet. Christian Wulff, Bundespräsident a.D. und Schirmherr der DMSG, überreichte die Ehrennadeln der DMSG.

Gold für Andrea Schöne

Seit über einem Vierteljahrhundert ist die ausdrucksstarke, empathische und engagierte 50-Jährige ehrenamtlich für die AMSEL aktiv. Die Multiple Sklerose lernte sie allerdings bereits als 10-Jährige kennen.

Als Kind einer an MS-erkrankten Mutter erfuhr sie früh, was es heißt, mit MS zu leben, zunächst als Angehörige, später auch als selbstbetroffene Frau. Sie gründete 1992 mit zwei weiteren Betroffenen eine „junge Gruppe“ in Göppingen. 1995 übernahm sie die Leitung der hiesigen Kontaktgruppe und der angegliederten Zivildienststelle. Seit jeher sorgt sie als „wahrer Schatz“ dafür, dass sich MS-Betroffene und Angehörige in der Region wohlfühlen, treffen, austauschen und gemeinsam etwas erleben können.

Silber für Ralf Fischer

Schon kurz nach seiner eigenen Diagnose setzte sich Ralf Fischer für andere Betroffene ein. Zunächst als Sprecher der Jungen Initiative der AMSEL in Wernau, dann als Leiter der Kontaktgruppe. Er ist Wohnberater für barrierefreies Wohnen der Stadt Kirchheim/Teck, informiert in Schulen und im Rehazentrum Quellenhof über MS und die AMSEL. Seit 2013 ist er auch als Vorstandsmitglied der AMSEL aktiv. Ralf Fischer ist ein Mann der Tat. Sein Einsatz, sein gewinnendes Wesen, sein Mut machender Umgang mit der eigenen Erkrankung und sein Kommunikationstalent machen den heute 48-Jährigen zu einem hoch geschätzten Wegbegleiter der AMSEL und gefragten Ansprechpartner in Sachen Multiple Sklerose.

Pflegepreis für Monika Gross

1999 – 25 Jahre nach dem ersten Schub wurde bei dem damals 46-jährigen Bernd Gross die Diagnose MS gestellt. Von da an aber verschlimmerte sich die Krankheit rasch. Heute benötigt der Waldenbucher umfangreiche Hilfestellung bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens: Körperpflege, Ankleiden, Essen. Seit der Heirat 1974 steht ihm seine Frau Monika zur Seite und übernimmt seit vielen Jahren neben Haushalt, Garten und der Organisation des Alltags auch die komplette Pflege ihres Mannes alleine. Kraft dafür schöpft die dreifache Mutter aus ihrem Glauben und ihrer Familie. Das Paar nimmt auch regelmäßig an AMSEL-Seminaren für MS-Erkrankte und ihre pflegenden Angehörigen teil und schätzt den Austausch mit anderen.

Redaktion: AMSEL e.V., 27.11.2018