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Spastik und Schmerzen bei Multipler Sklerose

Nicht jede MS führt zu Schmerzen und nicht jede MS führt zu Spastik. Wenn, dann kommen diese beiden Symptome jedoch gern im Doppelpack. Dr. Michael Fritz antwortet kommenden Dienstag im Expertenchat auf Ihre Fragen rund um diese zwei Symptome.

Etwa ein Viertel aller MS-Patienten leidet unter Schmerzen. Über Spastik klagt in etwa ein Drittel. Multiple Sklerose als solche verursacht zwar keine Schmerzen, also die Läsionen im Gehirn etwa führen in der Regel nicht direkt zu Schmerzen. Sehr wohl jedoch gibt es einige Symptome, die ihrerseits zu Schmerzen führen können. Dazu zählt zum einen die Spastik. Hier sind es vor allem Patienten in einem fortgeschrittenerem Stadium der MS. Aber es gibt noch eine Menge weiterer Symptome, die zu Schmerzen führen können (nicht jedoch müssen), zum Beispiel:

  • Trigeminusneuralgie
  • Muskelschmerzen als Folge von Schonhaltungen zum Beispiel durch immobile Gliedmaßen
  • Kopfschmerzen
  • grippeähnliche Schmerzen als Nebenwirkung von Medikamenten
  • Magenschmerzen durch Cortison
  • schmerzhafte Missempfindungen

Das Besondere an MS-bedingten Schmerzen ist, dass gewöhnliche Schmerztabletten hier oft nicht helfen. Werden die Schmerzen von Fehlfunktionen der Nerven ausgelöst, dann sind normale Schmerzmittel die falsche Wahl. Hier gibt es andere Mittel.

Übrigens: Zu Schmerzen bei Multiple Sklerose hat die AMSEL eine Broschüre herausgebracht. Sie ist im AMSEL-Shop erhältlich. Dr. med. Michael Fritz hat die Broschüre, gemeinsam mit weiteren Neurologen, fachlich begleitet.

Redaktion: AMSEL e.V., 11.11.2021