MS und Metastasen

Sabine Gwarys hat nach fast 20 Jahren Krebsfreiheit erneut Metastasen. Zusätzlich zur MS, die sie bereits 30 Jahre lang begleitet. Wie sie mit der Diagnose umgeht und obendrein ihren Onkologen glücklich macht, erzählt sie in diesem Video.

Neben der Multiplen Sklerose sind viele Betroffene zusätzlich mit weiteren Erkrankungen konfrontiert – so auch Sabine Gwarys mit ihrer erneuten Krebsdiagnose. Doch Sabine gibt nicht auf. 

Trotz aller Schwere beschreibt Sabine die Zeit mit der MS und auch die Jahre seit ihrer Krebsdiagnose als Geschenk. Gerade zu Beginn der MS hatte sie starke Schübe, konnte sich jedoch wieder fangen. „Ich nehme jeden Tag!“, sagt sie mit Überzeugung. Und zwar so, wie er kommt.

Videos mit Sabine

Die erste Zeit mit der MS war hart, geprägt von Schüben. Dann hat sich Sabine "wieder gefangen“. Dank ihres bisherigen Krankheitsverlaufs hatte die Ettenheimerin innere Ressourcen aufgebaut. Sie hat ihre Resilienz gestärkt und das hilft ihr heute: Selbst in der Ungewissheit, die beide Erkrankungen – sowohl die MS und erst recht der Krebs – mit sich bringen, versucht Sabine, das Gute zu sehen. Eine wichtige Stütze wurde ihr der Leitsatz: „Verliere dich nicht im Gestern, sondern denke an das Schöne, das morgen kommen mag – lebe im Heute“.

Ressourcen prüfen und anpassen

Was nicht bedeutet, dass sich Sabine mit allem zufriedengibt. Nach ihrer aktuellen Diagnose – Metastasen des Hautkrebses von vor 20 Jahren – war sie zunächst mit ihren Behandlern unzufrieden und hat deshalb die Klinik gewechselt. Sie übernimmt Verantwortung für sich selbst, prüft ihre Ressourcen und wechselt diese auch, wenn sie es für angebracht hält. Ganz im Sinne des 4. Schlüssels der Resilienz, der Verantwortung.

In der neuen Klinik ging alles ganz flott. Sabine war hochzufrieden. Und sagte ihrem Onkologen, dass sie ihm voll vertraue, ihr Leben in seine Hände lege. Eine gute Basis für eine gute Zusammenarbeit. Und: ein glücklicher Onkologe.

Natürlich ist wichtig zu erwähnen: Ein solcher Umgang mit einer so schweren Diagnose ist nicht selbstverständlich. Den kann niemand von sich selbst oder gar von anderen erwarten. Jeder Verlauf, jede Mehrfacherkrankung ("Komorbidität") und jeder Umgang damit sind individuell und einzigartig. Nicht jeder kann so sein wie Sabine. Das ist klar. Wobei: Etwas Resilienz lässt sich durchaus hinzulernen, auch wenn man nicht zu den geborenen Glückskindern zählt, wie die AMSEL-Videoreihe 7 Schlüssel zur Resilienz zeigt.

Quelle: AMSEL-Videos, 13.03.2026.

Redaktion: AMSEL e.V., 13.03.2026