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MS-Betroffener berät frisch Diagnostizierte noch im Krankenhaus

Seinen Rollstuhl lässt Michael Meßmer lieber vor der Tür stehen, wenn er neu Diagnostizierte zum ersten Mal im Krankenhaus besucht. Der Cannstatter verbreitet Mut unter Patienten wie Angehörigen.

Manchmal ist das so mit Ehrenämtern: Ehe man sich versieht, hat man eines. Bei Michael Meßmer, seit 2006 mit MS diagnostiziert, war es so. Er lag selbst mit einem Schub im Krankenhaus und kam mit dem Freund einer ganz neu Diagnostizierten ins Gespräch. Danach sprach er auch mit ihr und die Schwestern des Cannstatter Krankenhauses haben das mitbekommen. Seitdem rufen Sie ihn an, wenn wieder jemand mit der frischen Diagnose Multiple Sklerose auf ihrer Station liegt.

Und Michael Meßmer kommt dann. Spricht mit den Betroffenen. Spricht mit den Eltern, dem Partner, der Partnerin. Zeigt, dass man mit und trotz Multipler Sklerose weiter lachen kann. Dass das Leben weitergeht. Manchmal entwickeln sich auch langjährige Freundschaften aus solchen Beratungen. Ein Pärchen hatte ihn später sogar zu seiner Hochzeit eingeladen. Seinen Rollstuhl lässt er bei der ersten Begegnung allerdings lieber vor der Türe stehen.

Wie geht es weiter in meinem Leben mit der Multiplen Sklerose? – Diese Frage liegt den meisten auf den Herzen. Oft sind es zuerst die Angehörigen, mit denen Michael spricht. Michael rät dann, Kontakt aufzunehmen zum Beispiel zur AMSEL und anderen Betroffenen im Umkreis. Und sagt auch, was ihm selbst sehr gut geholfen hat: die Begleitung durch einen professionellen Psychologen.

Entwickelt und herausgegeben wird dieses Video durch die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. und die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.  

Redaktion: AMSEL e.V., 15.05.2018