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Missverständnisse des Immunsystems

Professor Burkhard Becher ist Sobek-Forschungspreisträger 2019. Im AMSEL-Video erklärt er, was er erforscht und warum Forschung so lange dauert.

Professor Doktor Burkhard Becher erhielt 2019 in Stuttgart den Sobek-Forschungspreis für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose. Seine Fachgebiete sind die Biologie, die Biochemie und die Genetik. In Zürich hat der gebürtige Kölner eine erfolgeiche Forschungsgruppe aufgebaut. Heute ist er Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie der Universität Zürich.

Im AMSEL-Video erklärt der Neuroimmunologe, was genau er eigentlich erforscht. Es geht darum, wie Immunzellen miteinander kommunizieren. Im Gehirn, wo Zellen recht nah beieinander liegen, können diese sich über elektrochemische Signale unterhalten. Die Immunzellen hingegen schwirren im ganzen Körper herum und „reden“ über Eiweiße miteinander. In gewisser Weise erforscht Becher die "Linguistik“ des Immunsystems.

Und wo immer geredet wird, da können auch Missverständnisse entstehen. Manchmal führen diese Missverständnisse zu Krankheiten wie der Multiplen Sklerose. Die Aufgabe der Forscher ist es, diese Missverständnisse und woraus sie entstehen zu verstehen, um so die entstandenen Krankheiten wieder zu beruhigen.

In erster Linie sei Grundlagenforschung nötig. Man müsse verstehen, wie Krankheiten entstehen und sich weiter entwickeln. Es gebe aber noch viel zu tun. Ohne ein Verständnis der Grundlagen könne man sich nicht an den Patienten wagen.

Redaktion: AMSEL e.V., 09.03.2020