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Inklusion ist kein Sparmodell

Am Europäischen Protesttag setzten Menschen in Stuttgart ein starkes Zeichen gegen Kürzungen und für echte Teilhabe. AMSEL war vor Ort und machte deutlich: Inklusion ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.

Am 5. Mai 2026 fand der jährliche Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Auch in Stuttgart setzten zahlreiche Menschen ein starkes Zeichen für Teilhabe, Selbstbestimmung und gegen geplante Kürzungen im Sozialbereich. Unter dem Motto „Inklusion ist kein Sparmodell“ versammelten sich Betroffene, Angehörige und Interessierte am Kronprinzplatz, um gemeinsam ihre Stimme zu erheben.

Vor Ort war auch Nora Welsch, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung. In ihrer Rede machte sie deutlich, worum es an diesem Tag geht: „Jeder Mensch hat das Recht, gleichberechtigt am Leben unserer Gesellschaft teilzuhaben. Ohne Einschränken, ohne Ausnahmen, ohne versteckte Bedingungen – unabhängig von Art und Schwere der Behinderung.“

Auch der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel reiste aus Berlin zur Kundgebung nach Stuttgart an. Trotz dem regnerischen Wetter fand er klare Worte: „Es mag zwar regnen, aber Menschen mit Behinderung dürfen nicht im Regen stehen bleiben.“ Er erinnerte daran, dass Demokratie bedeutet, allen Menschen den gleichen Wert und die gleichen Rechte zuzugestehen. Inklusion sei dabei eine zentrale Aufgabe des Staates. „Ein Land ist nur dann demokratisch verfasst, wenn es inklusiv denkt und wenn es inklusiv handelt“, so Dusel.

AMSEL war ebenfalls bei der Kundgebung vertreten, um deutlich zu machen: An Inklusion darf nicht gespart werden. Gerade Menschen mit Behinderung sind auf verlässliche Unterstützungsstrukturen angewiesen, um gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Inklusion ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht.

Redaktion: AMSEL e.V., 07.05.2026