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Fatigue erkennen und damit umgehen

Fragen rund um dieses Thema beantwortet Prof. Christian Dettmers am Dienstag, 16. Oktober ab 19.30 Uhr im Multiple-Sklerose-Expertenchat.

Nur wenige Erkrankungen haben so vielfältige Anzeichen wie die Multiple Sklerose. Muskelschwäche, Sehstörungen und Blasenprobleme gehören mit zu den häufigsten Symptomen. MS kann aber auch schmerzende Augen verursachen, Spatik oder eine unfassbare Müdigkeit, genannt Fatigue. Darum geht es

Es gibt Medikamente, vor allem aber auch Strategien, um mit einer Fatigue besser leben zu können. Hilfreich ist dabei unter anderem die Tagebuch-App der AMSEL.

Oft tritt Fatigue an Tageszeiten gebunden auf, oft jedoch auch abhängig von bestimmten kraft- oder aufmerksamkeitraubenden Aktivitäten. Hitze kann eine Fatigue verschlimmern, also etwa heiße Sommertage, Saunagänge oder fiebrige Erkältungen. Das Phänomen nennt man Uhthoff. Fatigue ist weit mehr und ganz anders als die normale Müdigkeit, die Gesunde auch kennen.

Eine ausgeprägte Fatigue verlangt umgehend nach einer Pause, nach Schlaf. Als würden die Batterien plötzlich auf Null gehen, können MS-Betroffene mit starker Fatigue zum Beispiel ein Frühstück zubereiten, sind dann aber zu müde, es auch zu essen. Oder sie bearbeiten kniend ein Rosenbeet und haben dann keine Kraft mehr sich aufzurichten.

Fatigue ist einer der Faktoren, der MS-Betroffene in (Teil-) Verrentung zwingt. Von vielen wird sie als störender empfunden als zum Beispiel eine starke Gehbehinderung, die einen Rollstuhl nötig macht. Außenstehende können das oft nicht nachvollziehen. Die Zwölf-Löffel-Theorie erlärt die Fatigue ganz gut.

Redaktion: AMSEL e.V., 11.10.2018