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Expertenchat: Therapie der Multiplen Sklerose

PD Dr. med. Oliver Neuhaus antwortet am Dienstag, 16. April auf alle Fragen rund um die Behandlung der Multiplen Sklerose.

Noch vor rund 20 Jahren gab es nicht einen Immunmodulator, welcher den Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose verlangsamt hätte. Mit den Interferonen und Glatirameracetat kamen die ersten zu spritzenden Mittel auf den Markt. Inzwischen stehen rund 15 Wirkstoffe zur Verfügung, in Tablettenform, als Infusion oder zu injizieren. Sogar für die progredienten Verläufe gibt es zugelassene Optionen bzw. sie sind auf dem Weg zur Zulassung. Sie können die MS nicht heilen, aber die Progression unterschiedlich weit hinausschieben und damit viel Lebensqualität erhalten.

Je mehr Wahlmöglichkeiten man hat, desto schwerer fällt mitunter auch die Entscheidung für einen bestimmten Wirkstoff. Es gibt viel zu beachten:

  • Welchen  Verlauf man hat.
  • Welches Nebenwirkungsrisiko man einzugehen bereit ist.
  • Wie viele und wie starke Schübe man hat.
  • Wie viele und wie große Läsionen man hat (MRT).
  • Welche anderen Erkrankungen oder Vorbelastungen man hat (Herz, Leber, JC-Virus...).
  • Ob man Spritzenangst hat.
  • Ob man seinen Kinderwunsch abgeschlossen hat.
  • Welche anderen Medikamente (auch gegen andere Erkrankungen) man einnimmt.
  • Welche anderen (immunmodulatorischen) Medikamente man bereits eingenommen hat.
  • Auf welches Mittel man später vielleicht wechseln muss oder möchte und die mögliche Therapiekarenz zwischen zwei Wirkstoffen.
  • etc.

Es gibt also Fragen über Fragen. Privatdozent Dr. Oliver Neuhaus beantwortet sie, soweit möglich im Rahmen des AMSEL-Expertenchats, am kommenden Dienstag, 16.04.2019, 19-20.30 Uhr. Vorabfragen - bitte max. 7 Zeilen lang - sind willkommen, sollten Sie am Chatabend nicht live teilnehmen können. Die Antworten lesen sie spätestens tags darauf im Chatprotokoll.

Redaktion: AMSEL e.V., 11.04.2019