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Den Blick in die Zukunft richten

"Quo vadis – Wohin gehst Du?" - Diese Frage stellte nicht nur Gastredner Dr. Hans-Ulrich Rülke in Bezug auf Baden-Württemberg, sondern auch die AMSEL mit Blick auf das Geschäftsjahr 2019. 150 Gäste folgten gebannt den Ausführungen der drei Redner auf dem Neujahrstreffen der AMSEL.

Die traditionell erste Veranstaltung der AMSEL fand fast ebenso traditionell – immerhin bereits zum vierten Mal – im besonderen Ambiente der Sparkassenakademie Stuttgart statt, in dem Hausherr, Präsident Peter Schneider, am Samstag, 19. Januar 2019 die Gäste aus Politik, Gesellschaft und Verband herzlich willkommen hieß. AMSEL-Vorsitzender Prof. Dr. med. Horst Wiethölter blickte auf das Geschäftsjahr 2018 zurück und Adam Michel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AMSEL e.V., stellte die Vorhaben der AMSEL 2019 für MS-Erkrankte vor. Im Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktveranstaltung stand der Gastvortrag von Dr. Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg.

Was war

In einem Rückblick auf das AMSEL-Jahr 2018 hob Prof. Wiethölter drei besondere Projekte der AMSEL für MS-Erkrankte hervor:

  • die App „MS.TV“,
  • die moderierten Facebook-Gruppen der AMSEL
  • und die  Sportorientierte Kompaktschulung, kurz SpoKs, ein exklusives Angebot für AMSEL-Mitglieder, mit dem Ziel, individuell während der Schulung erarbeitete Sportübungen zuhause selbstständig weiterführen zu können.

Der Vorsitzende der AMSEL betonte außerdem die umfangreichen Leistungen, die vom Landesverband der AMSEL für Ehrenamtliche erbracht werden, angefangen von fachlichen Schulungen bis hin zu notwendigen organisatorischen Pflichten wie der Buchhaltung. 

Was kommt

Auch Adam Michel betonte, wie wichtig es sei, sich den Herausforderungen der gesellschaftlichen Veränderungen anzunehmen, um auch weiterhin wichtiger und moderner Ansprechpartner für MS-Betroffene bleiben zu können, ganz nach dem Zitat von Willy Brandt: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Als wichtige AMSEL-Projekte 2019 nannte Adam Michel die Fortführung des Projekts „Plan Baby bei MS“, die Gewinnung und Ausbildung ehrenamtlicher „AMSEL-Lotsen“,  die Schaffung weiterer, regionaler und niederschwelliger Begegnungsmöglichkeiten für junge Betroffene, den Ausbau  sportorientierter Angebote sowie geplante Informationsmaterialien für Erkrankte.

Den Blick ebenfalls auf die Zukunft richtete Gastredner Dr. Hans-Ulrich Rülke. Der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg sieht sechs zentrale politische wie gesellschaftliche Herausforderungen für das Jahr 2019, denen man sich dringend annehmen müsse.

  1. (Digitale) Infrastruktur ausbauen.
  2. Fachkräftemangel abbauen und Bildung stärken.
  3. Abbau von bürokratischen Hürden.
  4. Reform der Steuerpolitik.
  5. Umdenken in der Energiepolitik sowie
  6. Fragen der Verkehrspolitik.

Der Politiker plädierte dafür, dass jeder, ob Land oder Mensch, vor allem das in die Gesellschaft einbringen solle, worin er gut ist. Beispielhaft dafür nannte er die Energiepolitik, in der sich Baden-Württemberg eher mit technologischen Innovationen statt mit Windrädern „im windärmsten Bundesland Deutschlands“ stark machen solle. Dr. Rülke warnte davor, sich auf geschaffenem Wohlstand auszuruhen. Denn wer nicht den Blick auf die Zukunft richte, werde Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren.

Was bleibt

Buchstäblich einen bleibenden Eindruck hinterlässt  Susanne Leinberger bei der AMSEL und den MS-Betroffenen: Die Leiterin der AMSEL-Kontaktgruppe Göppingen und stellvertretende Vorsitzende der AMSEL e.V. erhielt im Rahmen des Neujahrstreffens die Goldene Ehrennadel der AMSEL für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement zugunsten MS-Erkrankter.

Neben ihrem umfangreichen Einsatz in der AMSEL ist die 44-Jährige aus Bad Boll auch  Vorstandsmitglied im Freundeskreis des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad und fördert kulturelle Angebote im rehabilitativen Bereich. Der Ausbau an Angeboten für mobilitätseingeschränkte Menschen ist Susanne Leinberger ein Herzensanliegen. So wirbt die selbst an MS erkrankte passionierte Radfahrerin für den behindertengerechten Ausbau der Rad- und Wanderwege in der Region Göppingen.

„Sie sind als Botschafterin für MS-Betroffene aktiv, bringen sich in vielfacher Weise mit Ihrer Expertise ein, immer charmant, zielorientiert und hartnäckig“, würdigte der AMSEL-Vorsitzende Prof. Dr. med. Horst Wiethölter Sussanne Leinberger.

AMSEL e.V. dankt der Sparkassenakademie und dem Unternehmen Teva für die freundliche Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung.

Redaktion: AMSEL e.V., 23.01.2019