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Blase und Darm bei Multipler Sklerose

Der Vorteil am Expertenchat: Hier kann man anonym bleiben und auch unangenehme Fragen loswerden, über Probleme "da unten". Kommenden Dienstag antwortet Dr. Christoph Uibel.

Sie sind häufig bei Multipler Sklerose, und mindestens genauso "lästig": die Rede ist von Blasen- und Darmstörungen. Jeder Dritte hat sie, aber nur 60 % davon behandeln sie auch. Dabei ist gerade das wichtig.

Einsam, wegen der Blase

Unbehandelt kommt es nämlich erst recht häufig zu Komplikationen (zum Beispiel zu Infekten) und großen Einbußen an Lebensqualität. Wenn Betroffene aus Scham das Haus kaum verlassen und vereinsamen. Oder, so sie das Haus verlassen, zu wenig trinken, aus Angst vor einem Malheur.

Dr. Christoph Uibel beantwortet kommenden Dienstagabend, 20.05.2025, von 18 bis 19 Uhr im AMSEL-Expertenchat alle Fragen rund um Blase und Darm bei MS. Der Oberarzt der Neurologie am Klinikum Würzburg Mitte kennt sich aus mit den Symptomen der MS, denn Multiple Sklerose ist ein Schwerpunkt seiner klinischen Arbeit.

Noch etwas Fachliches: Blasenstörung ist nicht gleich Blasenstörung - hier eine Liste der möglichen Ausprägungen:

  • überaktive, spastische Blase (Speicherfunktion gestört) mit vermehrtem Harndrang und/oder Harninkontinenz,
  • inaktive, schlaffe Blase (Entleerungsfunktion gestört) mit vermindertem Harndrang oder unvollständiger Blasenentleerung, oder,
  • häufig, eine Kombination aus überaktiver und schlaffer Blase.

Zu erkennen, was genau beim einzelnen Patienten vorliegt, ist wichtig, um die passende Behandlung zu finden.

Video zum Thema Blasenstörungen aus Sicht einer Betroffenen

Romy hatte enorme Probleme aufgrund ihrer Blase. Peinliche Vorfälle vergrößerten noch ihre Scham. Sie vereinsamte, entwickelte einen Waschzwang und wurde sogar depressiv. Kaum vorzustellen, bei der quirligen und lebensfrohen Person, als die sie alle kennen. Im Video über Lebensfreude berichtet sie ganz offen, wie sie, mit einfachen Mitteln, zurückgefunden hat, ins aktive Leben mit und trotz MS, mit und trotz ihrer Blasenstörungen.

Redaktion: AMSEL e.V., 16.05.2025