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"AMSEL gehört zum Team Vorsicht"

AMSEL-Gruppen können sich unter Auflagen wieder treffen. Wie und was genau jetzt wieder "geht" - dazu äußerte sich Prof. Peter Flachenecker gestern in einer Videokonferenz mit den Gruppenleitungen.

Begegnungen sind wichtig für alle Menschen. Das haben uns die vielen Monate unter Pandemiebedingungen deutlich gezeigt. Besonders gilt das für Patienten mit Multipler Sklerose. Für sie gehören persönliche Treffen mit Gleichgesinnten zur Krankheitsverarbeitung, zum seelischen Ausgleich. Die aktuellen Lockerungen erleichtern das Miteinander, auch wenn freilich weiter Auflagen nötig sind.

Das "Team Vorsicht"

Die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten gilt für Treffen unter MS-Betroffenen umso mehr, als diese teils zu den Risikogruppen zählen. Die Diagnose MS allein erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf zwar nicht. Wohl aber können einzelne Betroffene, deren Atmung zum Beispiel durch die MS eingeschränkt ist, ein höheres Risiko für einen schweren COVID19-Verlauf haben (amsel.de hatte mehrfach ausführlich berichtet, zum Beispiel hier). Darum gilt bei AMSEL-Treffen, dass die Regeln auch ernsthaft eingehalten werden. Oder, wie es der Vorstandsvorsitzende Adam Michel betonte: "AMSEL gehört zum Team Vorsicht."

En Detail heißt das:

1. Persönliche Treffen im Freien: Die "3 G" gelten auch draußen

Diese sind möglich für Personen, die geimpft, genesen oder getestet sind und können unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln grundsätzlich stattfinden. Dabei müssen die lokalen Inzidenzahlen und die Regelungen entsprechend der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und der Bundesnotbremse beachtet werden. Auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt sollte verzichtet werden.

2. Persönliche Treffen in Innenräumen: zusätzlich FFP-2-Masken

Persönliche Treffen in Innenräumen sind weiterhin problematisch. Auch hier gilt, dass dies nur für geimpfte, getestete oder genesene Personen möglich ist und dass Testpflichten und regionale Obergrenzen der Personenzahl entsprechend o.g. Verordnungen einzuhalten sind. Bei Durchführung von Treffen in Innenräumen müssen folgende Verhaltensregeln unbedingt beachtet werden:

  • Auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt sollte verzichtet werden.
  • Das Tragen von FFP 2 Masken ist nach wie vor erforderlich und muss strikt eingehalten werden.
  • Ein Abstand von 1,5 m, besser 2 m ist einzuhalten.
  • Die Räume müssen regelmäßig belüftet werden.

Und, auf Nachfrage seitens der Gruppenleitungen gilt außerdem:

  • Anmeldungen zu persönlichen Gruppentreffen sind verbindlich.

Die eher strengen Regeln ergeben sich aus der Fürsorgepflicht gegenüber MS-Erkrankten (und ihren Angehörigen), da die Betroffenen zu den besonderen Risikogruppen zählen. Vor diesem Hintergrund erinnert Prof. Peter Flachenecker an die nach wie vor bestehenden Vorsichtsmaßnahmen und Regelungen, die als wichtige Vorsichtsmaßnahmen weiterhin bestehen und insbesondere von und für gefährdete Personenkreise eingehalten werden müssen. Aber: Persönliche Begegnungen sind gerade nach so langer Zeit der Corona Pandemie ganz besonders wichtig, und die AMSEL will dies in verantwortungsvollem Rahmen ermöglichen.

"Aktuell gibt es keinen kleinen Schnupfen"

Bei allen Lockerungen dürfe man nicht vergessen, so der Arzt im Vorstand, dass das RKI enge Kontaktpersonen so definiert: Das sind aktuell alle, die gemeinsam länger als 10 Minuten in einem Raum sind, unabhängig davon, dass alle AHA-Regeln eingehalten wurden. Vor diesem Hintergrund rät Prof. Peter Flachenecker ganz klar von Gruppenreisen ab, denn hier verbringt man schnell mal mehr als 10 Minuten auf engem Raum, etwa im Reisebus.

Aktuell gebe es keinen einfachen Schnupfen. Heißt: Jeder, der Schnupfen hat, sollte sich testen (lassen). Denn auch wenn man selbst nur milde Symptome spürt, kann man andere anstecken, die vielleicht stärker erkranken.

Alle Kontaktgruppen- und Junge-Initiative-Leitungen erhielten Checklisten, damit alles klappt beim Planen und Durchführen von persönlichen Treffen.

Redaktion: AMSEL e.V., 22.06.2021