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Experte Wolfgang Weihe

30.04.2003, 20:35

Hallo liebe ForumteilnehmerInnen
Liebe Forumsgäste,
es tut mir leid, dass ich mich etwas zu spät melde, aber ich komme gerade aus dem Urlaub zurück und wurde dementsprechend in der Klinik mit Arbeit überschüttet. Trotzdem nehme ich mir gern die Zeit, denn es macht mir nach wie vor Spaß, mit MS-Betroffenen zu diskutieren, obwohl ich das nun schon seit mehr als 10 Jahren in Vorträgen, Zeitschriftenartikeln und in Foren tue und eigentlich alle Fragen kennen müsste. Ehrlich gesagt kenne ich auch die meisten (Fragen, nicht Antworten!), aber sie werden doch immer wieder in anderen oder neuen Zusammenhängen gestellt, so dass ich immer wieder dazulerne. Dafür bin ich sehr dankbar, habe es auch nie erlebt, dass die Diskussionen mit MSlern langweilig wurden.
Ich hoffe, ich kann Ihnen etwas helfen, Ihre MS besser zu verstehen, obwohl ich weit davon entfernt bin, das Geheimnis der Erkrankung gelöst zu haben.

Denen, die mich nicht kennen, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Wolfgang Weihe, ich bin Neurologe und Psychiater (wobei ich letzteres normalerweise verschweige), und mit der MS beschäftige ich mit seit knapp 20 Jahren. Das hat folgenden Grund. Die Klinik, in der ich damals arbeitete, war sehr reich und hatte als eine der wenigen in Deutschland das Geld, sich einen Kernspintomographen anzuschaffen - und zwar lange bevor sich sogar Universitätskliniken das Gerät leisten konnten. Für uns jungen Ärzte bedeuteten die bildgebenden Verfahren, also die Computertomographie, vor allem aber die Kernspintomographie, eine Revolution in der Medizin. Zum ersten Mal war es möglich, einen Blick in den lebendigen Körper zu werfen, wie es zuvor nur dem Chirurgen vergönnt gewesen war (oder nach dem Tod dem Pathologen), und viele der Krankheiten, die man früher nur aufgrund von umständlichen klinischen Untersuchungen erahnen konnte, für das bloße Auge sichtbar zu machen. Das traf für den Hirntumor in gleicher Weise zu wie für den Bandscheibenvorfall - und natürlich auch für die geheimnisvollste neurologische Krankheit, die MS.
Es war also zunächst einmal die Faszination der Technik, die mich in ihren Bann zog. Die MS hatte sozusagen ein Gesicht bekommen, das mit den vielen weißen Punkten einem Sternenhimmel glich, und lange Zeit erlagen wir der Versuchung, das Bild der MS im Kernspintomogramm mit der MS selbst gleichzusetzen. Erst später erkannte ich, dass Welten dazwischen liegen, und es soll in diesem Chat nicht zuletzt auch darum gehen, das nüchterne Bild des Forschers durch das lebendige Bild des wirklichen MS-Kranken zu ersetzen.

Ich hoffe auf eine lebendige Auseinandersetzung!
W.W.

(die Online-Redaktion)

28.04.2003, 09:14

Hallo liebe ForumteilnehmerInnen
Willkommen zum Themenforum "Multiple Sklerose zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde". Dr. Wolfgang Weihe, leitender Oberarzt der Klinik Evers in Sundern-Langscheid begleitet für Sie 14 Tage lang dieses Forum! Vielen Dank Herr Dr. Weihe für Ihren Einsatz.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Diskussion!

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