Virtueller Gedächtnis-Check

08.02.06 - (aktualisiert) - Heiße Diskussion im AMSEL-Forum.

Nicht alle Forums-Teilnehmer sind begeistert von den Ergebnissen des virtuellen Gedächtnis-Checks. Doch wie heißt es so schön, nachdem man sich seinen Befund abgeholt hat:

"Wenn Ihre Leistungen nicht zufriedenstellend waren, kann das auch daran liegen, dass Sie beim Gedächtnis-Check nicht ungestört oder einfach nicht "in Form" waren. In diesem Fall brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen - Sie haben die Möglichkeit, unsere Gedächtnissprechstunde in den nächsten Tagen erneut aufzusuchen, und Ihr Gedächtnis nochmals "checken" zu lassen.

Also: Ruhe um sich herum schaffen und den Test nicht gerade an einem Tag machen, an dem man eh schon "die Nase voll" hat. Ist der Fernseher aus, das Telefon still und die Laune gelassen, dann kann man schon ein Testchen wagen. Den Check macht man nicht "mal nebenher", sondern bitte bewusst und konzentriert. Eine halbe Stunde sollte man, je nach Ladezeit am heimischen Rechner, schon dafür vorsehen. Eventuell verfälschen Tipp- und Eingabefehler das Ergebnis.

Falls Sie dennoch mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann schauen Sie einfach ein paar Tage später nochmals vorbei. Wenn das Ergebnis wiederholt schlecht ausfällt, sollten Sie überlegen, eine reale Memory Clinic aufzusuchen. Wichtig für Multiple Sklerose-Betroffene ist auch der Vergleich respektive der eigene Eindruck über die Entwicklung des eigenen Gedächtnisses: War es früher bzw. vor der Diagnose MS besser? Fällt Ihnen oder Ihrer Umgebung ein Unterschied zu den Vorjahren auf?

Für eine richtige Diagnose sollte man allemal eine reale Memory Clinic anstatt der virtuellen Praxis aufsuchen. Um vorab einmal das eigene Gedächtnis zu prüfen, kann ein Besuch beim Online-GedächtnisCheck jedoch nicht schaden. Verantwortlich für die vom Bürgerhospital Stuttgart unterstützte Seite ist Prof. Edgar Heineken von der Universität Duisburg.

Redaktion: AMSEL e.V., 22.12.2006