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Die Gesellschaft und MS: Therapie, Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen zur Multiple Sklerose
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Tysabri
Als erstes Medikament der zweiten Generation von immunmodulierenden Substanzen wurde gerade in den USA ein so genannter monuklonlarer Antikörper gegen ein Adhäsionsmolekül, Natalizumab (Tysabri, zuvor "Antegren" genannt), zugelassen. Dieser Antikörper blockiert ein für die Einwanderung von T-Zellen in das Gehirn wichtiges Molekül, es verhängt sozusagen ein Verkehrsschild. Möglicherweise entfaltet es auch darüber hinaus andere Wirkungen. Mit einer Zulassung in Europa wird für nächstes Jahr gerechnet.
Für schwere Verlaufsfälle der MS und die sekundär progrediente Form ist das Immunsuppressivum Mitoxantron zugelassen. Dieses Präparat hemmt sowohl die Aktivität von T-Zellen, B-Zellen als auch Makrophagen, also allen "key playern" der fehlgeleiteten Immunantwort bei MS.
Prof. Dr. med. Hans-Peter Hartung ist Leiter der Neurologie und stellvertetender Kliniks direktor am Klinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Vorstandsmitglied des Ärztlichen Beirates der DMSG, Bundesverband e.V., und Vice President von ECTRIMS.
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