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AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)


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Beipackzettel entschlüsselt

"Bitte lesen Sie die folgende Gebrauchsinformationen aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollten." Sicherlich kommt Ihnen dieser Satz gleich bekannt vor, schließlich steht er so oder so ähnlich auf den meisten Beipackzetteln für Medikamente.

Wenn ich ein neues Medikament verschrieben bekomme, interessieren mich neben der Dosierungsanleitung natürlich ganz besonders die möglichen Nebenwirkungen. Aber was hilft auch ein intensives Studium des Beipackzettels, wenn man nachher fast genau so schlau wie vorher ist. Denn wie oft bestimmte Nebenwirkungen auftreten, wird auf den kleinen Zetteln gerne mit "häufig", "selten", "ab und zu" angegeben.

Ein Beispiel: "In Einzelfällen wurde über allergische Reaktionen berichtet. Hierbei kommt es häufig zu Hautrötungen und Juckreiz." Wäre ja schön, wenn ich mal wüsste, wie "Einzelfälle" definiert werden und wie häufig nun "häufig" ist. Und ich denke, dass es vielen von Ihnen ähnlich gehen könnte.

Hier sind einige Beispiele zusammengestellt, was Sie unter den Bezeichnungen auf dem Beipackzettel zu verstehen haben:

- "Sehr häufig" bedeutet, dass Nebenwirkungen bei mehr als 10% der Patienten auftreten, also bei mehr als 10 von 100 Anwendern.

- "Häufig" sind Nebenwirkungen, wenn sie bei 1% bis 10% der Anwender auftreten, also bei 1 bis 10 Anwendern pro 100 Anwendern.

- "Gelegentlich" auftretende Nebenwirkungen betreffen 0,1% bis 1% der Patienten also 1 bis 10 pro 1.000 Anwendern.

- "Seltene" Nebenwirkungen betreffen 1 von 1000 bis 10.000 Anwendern.

- "Sehr seltene" Nebenwirkungen treten nur bei weniger als 1 von 10.000 Menschen auf.

Diese Größenordnungen sollen Ihnen helfen, das Risiko für Ihre Gesundheit besser einzuschätzen.

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