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Chancengleichheit & Barrierefreiheit

Neue Unabhängige Patientenberatung Deutschland

12.02.2016 - Viele Multiple Sklerose Betroffen haben bei der UPD Rat und Unterstützung gesucht. Ab 2016 ist die Struktur der UPD einschneidend verändert.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat im Jahr 2007 ihre Arbeit aufgenommen und seither zahlreiche Patienten in ihren Anliegen beraten und unterstützt. Auch viele Multiple Sklerose Betroffene haben bei der UPD um Rat nachgefragt. Nun wurde die Struktur der UPD einschneidend verändert. Die bisherigen Beratungsstellen der UPD haben ihren Geschäftsbetrieb Ende 2015 eingestellt (wir berichteten).

Unter neuer Trägerschaft hat die UPD seit Anfang des Jahres ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die Entscheidung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), die Aufgaben der UPD an die Firma Sanvartis zu übertragen, die enge Kontakte zu Krankenkassen hat, wurde auf breiter Front kritisiert, da die Unabhängigkeit der neuen UPD angezweifelt wurde (wir berichteten).  

Radikaler Neubeginn

Mit dem radikalen Neubeginn ist ein umfassender Neuaufbau der UPD verbunden. Es werden noch Räumlichkeiten gesucht und von den geplanten Stellen wurden bislang erst 45 mit neuen Mitarbeitern besetzt. Nach Abschluss der Neustrukturierung sollen 120 Berater in 30 regionalen Außenstellen arbeiten. Ärzte, Juristen, Krankenschwestern, Medizinische- oder Rechtsanwaltsfachangestellte sowie Sozialversicherungsfachleute sollen die Beratungskompetenz auf eine breite fachliche Basis stellen.

Die Beratungsneutralität sieht der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, nicht in Gefahr. Er hatte dem Entschluss zur Umstrukturierung zugestimmt. Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass die UPD auch tatsächlich neutral und unabhängig ist, so Laumann. Ein Auditor, der vom wissenschaftlichen Beirat ausgewählt wird, soll die Unabhängigkeit gewährleisten.

Die neue UPD möchte regional präsenter, bürgernäher und leichter erreichbar sein. Der Beratungsanspruch soll hohen Qualitätsansprüchen genügen. Das Angebot soll sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht verbessert werden. Dies wird nicht einfach werden, denn die Arbeit der bisherige UPD stieß bei den Patieten auf große Zustimmung und Anerkennung. Bleibt abzuwarten, ob die neue UPD ihren Anspruch insbesondere auch im Hinblick auf die Neutralität erfüllen kann und Multiple Sklerose Patienten auch zukünftig von der Arbeit der UPD profitieren können.

 

Redaktion: AMSEL e.V.


 

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