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MS-Forschung allgemein

Was hat sich 2015 in der MS-Therapie getan?

13.01.2016 - In der Therapie und Forschung der Multiplen Sklerose hat sich 2015 einiges getan. Das zeigt auch der medizinische Jahresrückblick in Together 04/2015.

Eine Frage der Applikation: Für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose gibt es sowohl Spritzen als auch Kapseln.

Interleukin 4
Januar: Wissenschaftler identifizieren Mechanismus, der die Reparatur von Nervenzellen nach einer Schädigung des ZNS vermittelt (wir berichteten).

Anti-Lingo
April: Auf der AAN werden vielversprechende Ergebnisse einer Phase-II-Studie vorgestellt, in der anti-LINGO hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Myelinreparatur untersucht wurde. Eine weitere Phase-II-Studie bei Patienten mit schubförmiger MS läuft zurzeit. (wir berichteten

Biotin
April: Auf der Jahrestagung der AAN präsentierten französische Forscher ihre Ergebnisse zum Effekt von hochdosiertem Biotin (300 mg/d) auf den Verlauf der progredienten MS (wir berichteten). Weitere Phase-III-Studien von Biotin MD 1003 werden derzeit durchgeführt.

Glatirameracetat
April: Glatirameracetat steht nun auch zur dreimal wöchentlichen Anwendung mit jeweils 40 mg für erwachsene Patienten mit MS zur Verfügung (wir berichteten).

Daclizumab
Oktober: In einer Phase-III-Studie bei Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) konnte gezeigt werden, dass der humanisierte monoklonale Antikörper gegenüber Interleukin2 die jährliche Schubrate und die Zahl neuer Läsionen in der Kernspintomographie signifikant reduziere (wir berichteten).

Ocrelizumab
Oktober: Auf ECTRIMS werden neue Ergebnisse zur Wirksamkeit des B-Zell-gerichteten Antikörpers bei schubförmiger und erstmals auch bei primär progredienter MS präsentiert (wir berichteten). Eine Zulassung wird für 2017 erwartet.

Minocyclin
Oktober: Das oral einzunehmende Antibiotikum zeigte in einer Phase-III-Studie bei CIS einen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf. Im Vergleich zur Placebogruppe hatten CIS-Patienten ein um 40% vermindertes Risiko, eine klinisch definierte MS zu entwickeln (wir berichteten).

 

Welche weiteren Wirkstoffe sich noch in der MS-Pipeline befinden, finden Sie auch im Onlinetool "MS erforschen" auf www.amsel.de/ms-erforschen.

 

Legende

  • AAN: American Academy of Neurology
  • ECTRIMS: European committee for treatment and research in multiple sclerosis
  • EMA: European Medicines Agency – Europäische Arzneimittel-Agentur
  • CIS: Clinically Isolated Syndrome – klinisch isoliertes Syndrom

 

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