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Entstehung der MS

Vitamin D senkt MS-Risiko

10.02.2011 - Erneut belegt eine Studie die vorteilhafte Wirkung des Provitamins. Australische Forscher zeigen, dass Sonne und Vitamin D vor MS schützen können. Zu viel UV-Licht ist jedoch gefährlich.

Das gibt die American Academy of Neurology in Neurology (8. Februar 2011) bekannt. Inzwischen widmen sich viele Studien Vitamin D und Multipler Sklerose. Das Besondere an dieser australischen Studie ist, dass sie zum einen speziell Patienten mit einem ersten klinischen MS-typischen Symptom beobachtet hat (anstatt von MS-Patienten mit bereits gesicherter Diagnose), und zudem die tatsächliche Sonnenexposition dieser Patienten objektivieren konnte.

Park vor der Staatsoper StuttgartWährend die Sonnenexposition bisher auf der Selbsteinschätzung der Patienten beruhte und somit ungenau war, untersuchten die Forscher hier die Haut der Patienten auf ihre tatsächlich erlebte Sonneneinstrahlung. Hautschäden und Melaninanteil wurden nebst den Vitamin-D-Leveln in Bluttests erhoben.

216 Menschen mit einem ersten MS-typischen Symptom im Alter von 18 bis 59 wurden in dieser multizentrischen Studie untersucht und mit einer gesunden Gruppe von 395 Personen von ähnlichem Alter, Geschlecht und aus ähnlichen Regionen Australiens verglichen.

Ergebnisse: Das Risiko, ein erstes MS-typisches Symptom zu entwickeln, reichte in dieser Studie von ca. 2 bis 9 Fälle je 100.000 pro Jahr. Die UV-Licht-Aussetzung der Teilnehmer reichte von 500 bis über 6.000 Kilojoule je Quadratmeter. Das Risiko, ein erstes MS-typisches Symptom diagnostiziert zu bekommen, nahm um 30 % je 1.000 Kilojoule UV-Zunahme ab. Die Menschen mit den stärksten Hautschädigungen durch Sonneneinstrahlung hatten ein 60 % geringeres Risiko auf ein erstes MS-typisches Symptom als die mit den geringsten Hautschädigungen. Menschen mit den höchsten Vitamin-D-Leveln wurden weniger oft diagnostiziert als die mit den geringsten Vitamin-D-Leveln. Außerdem bestätigte die Studie, dass MS häufiger auftritt je weiter entfernt vom Äquator die Menschen leben.

Alle Faktoren zusammengenommen sprechen für ein um 32 % erhöhtes Risiko auf ein erstes MS-typisches Symptom. Der Einfluss von Sonnenstrahlen und Vitamin D auf Multiple Sklerose sollte den Forschern zufolge weiter untersucht werden.

Aber Vorsicht! Trotz dieser Ergebnisse sollten sich Menschen vor zu viel UV-Licht schützen. Ob natürliche Sonne oder Sonnenstudio: Das Risiko einer ernsthaften Hauterkrankung überwiegt den möglicherweise positiven Schutz vor MS.

Stuttgarter Stadtbahn im SchneeEmpfohlen wird winters täglich eine halbe Stunde draußen zu verbringen (wir haben berichtet). Dies genügt, auch wenn nur Hände und Gesicht unbekleidet sind, um den Vitaminhaushalt auch über die dustere Jahreszeit hinweg auszugleichen. Egal also, was das Wetter macht: Raus gehen heißt die Devise!

Die Studie wurde unterstützt von der US-amerikanischen National Multiple Sclerosis Society (NMSS), dem nationalen Gesundheits- und Medizinrat von Australien sowie der ANZ William Buckland Stiftung und Multiple Sklerose Forschung Australia.

Quelle: Neurology, 08.02.11
Redaktion: AMSEL e.V.

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