AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)
Medizin/Therapie

Suche

Inhaltsbereich
  • Drucken
  • Seite empfehlen

Entstehung der MS

Rolle der Darmflora bei Multipler Sklerose verdeutlicht

12.09.2017 - Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam zeigt erstmals, dass die Darmflora von MS-Patienten im Tiermodell eine MS-ähnliche Krankheit auslösen kann.

Wo genau liegt die Ursache für Multiple Sklerose: Im Zentralen Nervensystem selbst oder vielleicht außerhalb davon, zum Beispiel im Darm ? Bis heute ist diese Frage noch nicht geklärt [Stand: 09.09.2014].

In den vergangenen Jahren ist die Darmflora bei Multipler Sklerose ins Rampenlicht gerückt. Die jüngsten Forschungsergebnisse, nicht zuletzt auch bekannte Zwillingsstudien, bei denen ein eineiiger Zwilling MS hat, der andere – und das ist meist der Fall – nicht, unterstützen die These, dass neben einer genetischen Vorbestimmung mindestens ein weiterer Umweltfaktor hinzukommen muss, um eine MS auszulösen.

Vitamin-D-Mangel und Infektionen, zum Beispiel mit dem Epstein-Barr-Virus, stehen hier unter Verdacht und werden untersucht. Vielleicht liegt die Ursache der Multiplen Sklerose neben der Genetik aber (auch) im Darm.

Multiple Sklerose durch Mikrobiom ausgelöst

Die Darmflora unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und man kann sie durch (Ess-) Verhalten beeinflussen. Längst gab es auch Studien, welche die Darmflora von MS-Patienten mit denen von Gesunden verglich. Hier gibt es jedoch keine eindeutigen Ergebnisse.

Sehr viel deutlicher fielen die Experimente nun aus. Die Forscher übertrugen Mikrobiom der MS-betroffenen Zwillingspartner auf keimfrei gehaltene Mäuse. Diese entwickelten daraufhin eine der menschlichen Multiplen Sklerose ähnliche Krankheit. Das Mikrobiom genügte also, damit die T-Zellen den eigenen Körper angriffen.

Nun müssen die Forscher den eigentlichen Verursacher in der Darmflora noch herausfinden, um ihn entsprechend bekämpfen zu können. Beteiligt an den aktuellen Forschungsergebnissen waren neben den Sobek-Preisträgern Hartmut Wekerle und Gurumoorthy Krishnamoorthy von den Max-Planck-Instituten (MPI) für Neurobiologie und für Biochemie deren Kollegen von der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem MPI für Immunbiologie und Epigenetik und den Universitäten von California (San Francisco) und Münster.

Quelle: PNAS, 11.09.2017.
Redaktion: AMSEL e.V.

 

Weitere Artikel zum Thema

Alle Artikel zum Thema


Navigation Inhaltsboxen

FOLGEN SIE UNS AUF FACEBOOK

Multiple Sklerose Videos

15.09.2017: Trotz Pflegebedürftigkeit berufstätig!

Unabhängige Beratung

Antworten zu pflegerischen und medizinischen Fragen

Mechthild Zeh berät Betroffene und Angehörige im Service-Center der AMSEL.

MS-Schwestern-Sprechstunde im Stuttgarter Service-Center.

  • Termine: 0711 / 69786-30
Wechseln zu: Geschichte der Multiple Sklerose

Studien zu MS

Weltweit wird die Multiple Sklerose intensiv erforscht und Studienteilnehmer gesucht. Im Netz gibt es verschiedene Überblicksseiten. 

Teilnehmer gesucht

Menschenmenge

Weltweit sind neue Wirkstoffe gegen MS im Test. Interessenten können sich zur Teilnahme melden.

Online spenden

Logo Online Spenden

Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Mehrere Spendenmöglichkeiten stehen zur Auswahl.

MS Kognition

Logo Online eTrain MS

MS Kognition lädt dazu ein, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen zu trainieren.

MS verstehen

Logo MS verstehen

Verstehen Sie die biologischen und neurologischen Vorgänge die sich bei MS abspielen.

MS behandeln

MS behandeln

MS behandeln gibt die Möglichkeit, Therapien und ihre Auswirkungen besser zu verstehen.

Eine W3 WERK Produktion © AMSEL e.V. 2017. Alle Rechte vorbehalten Datenschutzerklärung | Impressum