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Multiple Sklerose und mehr

Natürliches Protein gegen Entzündungen bei Multipler Sklerose

09.02.2016 - Amerikanische Forscher haben im Mausmodell entdeckt, dass höhere TTP-Level Entzündungen vorbeugen. Nun sind sie auf der Suche nach passenden Wirkstoffen.

Die Erhöhung des Niveaus eines natürlich produzierten Proteins, genannt Tristetraprolin (TTP), hat Mäusen vor Entzündungen geschützt bzw. diese deutlich reduziert, wie Forscher des National Institutes of Health in North Carolina berichten. Die Ergebnisse legen nahe, dass pharmazeutische Verbindungen oder anderen therapeutischen Methoden, die beim Menschen erhöhte Werte von TTP erzeugen, eine wirksame Behandlung für einige entzündliche Erkrankungen bieten könnte wie z.B. rheumatoide Arthritis, Psoriasis und Multiple Sklerose.

Die Blutbahn: Erreger, T-Zellen mit grün gefärbten Rezeptoren, B-Zelle (mittig, hier ohne Rezeptoren), Fresszellen, rote Blutkörperchen, Zytokine - aus MS verstehen.

Mit diesem Ziel vor Augen hat das Team um MD Dr. phil. Perry Blackshear vom National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS), das TTP-Gen bei Mäusen so verändert, dass die Tiere höhere Mengen TTP-Protein produzierten. Dann wurden die Tiere mit Modellen von Multipler Sklerose, Psoriasis und Rheumatoider Arthritis getestet.

"Mäuse mit mehr TTP in ihrem Körper waren resistent gegen die Entzündungen, welche diese experimentellen Modelle der Krankheiten begleiten", sagt Blackshear. Er und sein Team fanden zudem heraus, wie TTP diesen Schutz umsetzt.

Suche nach oralem Wirkstoff

Demnach zielt TTP auf verschiedene Botenmoleküle, die wiederum Zytokine beeinflussen, also Entzündungsproteine. TTP bindet an diese Molekülen und destabilisiert sie, was zu geringeren Mengen an Zytokinen führt und so die Entzündung verringert.

Blackshear rechnet damit, dass TTP-basierte Behandlungen kosteneffektiv und leicht zu verabreichen - also oral als Pille oder Flüssigkeit - sein werden. Künftige Forschungen sollen  entsprechende Verbindungen identifizieren, um die TTP-Werte im Körper zu erhöhen.

Quelle: NIH, 04.02.2016; PNAS, 04.02.2016
Redaktion: AMSEL e.V.

 

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