AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)
Medizin/Therapie

Suche

Inhaltsbereich
  • Drucken
  • Seite empfehlen

Behandlung der (hoch-) aktiven MS

Multiple Sklerose: Pünktchenmuster, um PML früh zu erkennen ?

08.06.2016 - In einer Beobachtungsstudie erkannten französische Wissenschaftler eine wiederkehrende Läsionsstruktur im Frühstadium der Progressiven Multifokalen Leukoenzephalopathie. Rechtzeitig erkannt, lassen sich die Auswirkungen einer PML drastisch reduzieren.

Zu 100 % kann auch das neu entdeckte Pünktchenmuster keine PML entdecken, so viel vorneweg. Was die französischen Wissenschaftler hier gefunden haben, kann jedoch die Früherkennungsmöglichkeit einer der am meisten gefürchteten Nebenwirkungen bestimmter Wirkstoffe gegen Multiple Sklerose weiter verbessern.

Mittels einer MRT-Aufnahme kann ein Radiologe sowohl neue wie auch alte MS-typische Läsionen entdecken. Zur Diagnose MS reicht das MRT allein oft nicht aus.

Die Progressive Multifokale Leukencephalopathie, kurz: PML, ist eine seltene, jedoch lebensbedrohliche Nebenwirkung. Vor allem unter Natalizumab (Tysabri) sorgte die PML für Negativschlagzeilen. Einzelne Fälle von PML wurden jedoch inzwischen auch unter Fingolimod (Gilenya) und Dimethylfumarat (Tecfidera) beobachtet. In Zahlen: Während unter Tysabri bei weltweit 150.000 Patienten über 600 PML-Fälle auftraten, gibt es bisher unter 170.000 Dimethylfumarat-Patienten nur 4 PML-Fälle. Vgl. auch Prof. Mathias Mäurer unter www.ms-docblog.de

Früh erkennen, Schlimmeres verhindern

Die PML ist auch deshalb teils schwer zu erkennen, weil sich ihre Symptome mit denen einer Multiplen Sklerose überlagern können. Mittlerweile gibt es verschiedene Biomarker, welche die Risiko-Einschätzung erleichtern - allen voran natürlich der JC-Virus-Status, daneben die Lymphozytenwerte.

Die Entdeckung des französischen Forscherteams um Dr. Jérôme Hodel von der Universität Lille könnte ein weiteres Kriterium für ein PML-Risiko beziehungsweise eine beginnende PML liefern - und damit Schlimmeres verhindern. Mit leistungsstarken MRT-Geräten (3 Tesla) hatten die Forscher aus Lille Patienten untersucht. Von 20 PML-Fällen war bei 18 das Pünktchenmuster zu erkennen. 7 von 9 späteren PML-Fällen zeigten dieses Muster bereits in Aufnahmen vor den PML-Symptomen.

An der Klinik für Allgemeine Neurologie am Universitätsklinikum Münster war lediglich bei 2 von 20 Patienten das Pünktchenmuster zu erkennen. Die Entdeckung des Pünktchenmusters könnte auch eine Standardisierung der Bildgebungsverfahren unterstützen. 

Quelle: Neurology, 23.03.2016; Pressemitteilung der DGN, 07.06.2016
Redaktion: AMSEL e.V.

 

Weitere Artikel zum Thema

Alle Artikel zum Thema


Navigation Inhaltsboxen

FOLGEN SIE UNS AUF FACEBOOK

Multiple Sklerose Videos

15.09.2017: Trotz Pflegebedürftigkeit berufstätig!

Unabhängige Beratung

Antworten zu pflegerischen und medizinischen Fragen

Mechthild Zeh berät Betroffene und Angehörige im Service-Center der AMSEL.

MS-Schwestern-Sprechstunde im Stuttgarter Service-Center.

  • Termine: 0711 / 69786-30
Wechseln zu: Geschichte der Multiple Sklerose

Studien zu MS

Weltweit wird die Multiple Sklerose intensiv erforscht und Studienteilnehmer gesucht. Im Netz gibt es verschiedene Überblicksseiten. 

Teilnehmer gesucht

Menschenmenge

Weltweit sind neue Wirkstoffe gegen MS im Test. Interessenten können sich zur Teilnahme melden.

Online spenden

Logo Online Spenden

Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Mehrere Spendenmöglichkeiten stehen zur Auswahl.

MS Kognition

Logo Online eTrain MS

MS Kognition lädt dazu ein, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen zu trainieren.

MS verstehen

Logo MS verstehen

Verstehen Sie die biologischen und neurologischen Vorgänge die sich bei MS abspielen.

MS behandeln

MS behandeln

MS behandeln gibt die Möglichkeit, Therapien und ihre Auswirkungen besser zu verstehen.

Eine W3 WERK Produktion © AMSEL e.V. 2017. Alle Rechte vorbehalten Datenschutzerklärung | Impressum