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Wirkstoff-Studien

Siponimod gegen progrediente Multiple Sklerose

25.08.2016 - Der Pharmahersteller Novartis meldet positive Phase-III Resultate für MS-Medikament Siponimod (BAF312). 2017 könnten so zusammen mit Ocrelizumab und Ibudilast also gleich 3 neue Wirkstoffe gegen den schleichenden Verlauf zugelassen werden.

Das MS-Medikament Siponimod (BAF312) hat in der Phase III-Studie EXPAND mit 1.651 Patienten den primären Endpunkt erreicht: eine Reduktion des Krankheitsfortschrittes bei Menschen mit sekundär-progressiver MS (SPMS) innerhalb von 3 Monaten im Vergleich zu Placebo, wie Novartis heute mitteilt. AMSEL.DE hatte über die Entwicklung von Siponimod berichtet. Unter anderem suchte das RKU Ulm 2012 Probanden für die Phase-II-Studie.

Tabletten und Kapseln in Nahaufnahme.

Die vollständigen Daten zur Studie würden am 17. September am Kongress ECTRIMS in London vorgestellt, heißt es in der Herstellermeldung weiter. Novartis werde nun die vollständige Analyse der Daten abschließen und die nächsten Schritte in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden abwägen.

Siponimod ist ein selektiver S1P1- und S1P5-Rezeptor-Modulator der zweiten Generation, eine Weiterentwicklung des zugelassenen Novartis-MS-Medikamentes Gilenya (Wirkstoff Fingolimod), das in Europa 2011 zur verlaufsmodifizierenden Therapie der hoch-aktiven schubförmigen MS zugelassen wurde. Auch Siponimod wird als Kapsel verabreicht.

Bei der progredienten oder auch schleichend genannten Verlaufsform der Multiplen Sklerose findet eine allmähliche Behinderungsprogression statt im Unterschied zum schubförmigen Verlauf. Oftmals kommt es nach einer schubförmigen Phase von 10-20 Jahren zum sekundär-progredienten Verlauf der MS.

Derzeit sind keine krankheitsmodifizierenden Wirkstoffe gegen den schleichenden Verlauf zugelassen. Zwei Mittel befinden sich aber bereits in der Zulassungsphase: Ocrelizumab, über das die EMA am 28.12. entscheiden möchte, und Ibudilast. Möglicherweise werden zu Beginn des Jahres 2017 also 3 Medikamente gegen progrediente Multiple Sklerose zugelassen.

Quelle: Novartis, 25.08.2016
Redaktion: AMSEL e.V.

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