AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)
Medizin/Therapie

Suche

Inhaltsbereich
  • Drucken
  • Seite empfehlen

Entstehung der MS

Öfter schwanger, weniger MS ?

12.03.2012 - Australische Forscher kommen zu dem Schluss, dass Schwangerschaften das Multiple Sklerose Risiko sogar senken können.

In den vergangenen Jahrzehnten stieg der Frauenanteil unter den neu mit Multipler Sklerose diagnosizierten Patienten in Australien. Gleichzeitig bekamen in dieser Zeitspanne weniger Frauen Kinder oder wurden später schwanger. Diesen Umstand nahmen die Forscher zum Anlass den Einfluss von Schwangerschaften auf das MS-Risiko zu untersuchen. Sie wurden fündig.

Bauch einer SchwangerenMit jeder Schwangerschaft nahm das Rsiiko, später Anzeichen für Multiple Sklerose zu entwickeln ab. Bei Frauen mit 2 oder mehr Schwangerschaften reduzierte sich das Risiko auf ein Viertel. Fünf oder mehr Schwangerschaften bedeuteten nur noch ein Zwanzigstel des Risikos.

Dazu untersuchten die Forscher Patientendaten von 282 australischen Männern und Frauen zwischen 18 und 59 Jahre mit einem ersten MS-typischen Symptom (CIS). Diese verglichen sie mit den Daten von 542 gesunden Männern und Frauen.

Bei den Männern machte die Zahl der Kinder keinen Unterschied im MS-Risiko, was den Verdacht erhärtet, dass ein reduziertes MS-Risiko auf Schwangerschaftshormone zurückzuführen ist. Dass Schwangerschaften einen positiven Einfluss auf bereits MS-Betroffene haben kann, etwa auf die Schubrate der Schwangeren, ist längst bekannt. Studien weisen den Einfluss von Östradiol nach.

 

Inzwischen raten Ärzte Frauen mit MS auch nicht mehr von Kindern ab - wie noch in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Die Entscheidung für oder gegen den Kinder ist allerdings auch von sozialen Faktoren abhängig. Viele MS-betroffene Frauen fragen sich, ob sie in ein paar Jahren noch in der Lage sind, ihren Nachwuchs zu versorgen. Zwei AMSEL-Videos beschäftigen sich mit dem Thema.

 

Quelle: Pressemitteilung der AAN, 07.03.2012
Redaktion: AMSEL e.V.

Weitere Artikel zum Thema

Alle Artikel zum Thema


Navigation Inhaltsboxen

FOLGEN SIE UNS AUF FACEBOOK

Multiple Sklerose Videos

17.02.2017: Fortschritte in der Grundlagenforschung bei Multipler Sklerose

Unabhängige Beratung

Antworten zu pflegerischen und medizinischen Fragen

Mechthild Zeh berät Betroffene und Angehörige im Service-Center der AMSEL.

MS-Schwestern-Sprechstunde im Stuttgarter Service-Center.

  • Termine: 0711 / 69786-30
Wechseln zu: Geschichte der Multiple Sklerose

Studien zu MS

Weltweit wird die Multiple Sklerose intensiv erforscht und Studienteilnehmer gesucht. Im Netz gibt es verschiedene Überblicksseiten. 

Teilnehmer gesucht

Menschenmenge

Weltweit sind neue Wirkstoffe gegen MS im Test. Interessenten können sich zur Teilnahme melden.

Online spenden

Logo Online Spenden

Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Mehrere Spendenmöglichkeiten stehen zur Auswahl.

MS Kognition

Logo Online eTrain MS

MS Kognition lädt dazu ein, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen zu trainieren.

MS verstehen

Logo MS verstehen

Verstehen Sie die biologischen und neurologischen Vorgänge die sich bei MS abspielen.

MS behandeln

MS behandeln

MS behandeln gibt die Möglichkeit, Therapien und ihre Auswirkungen besser zu verstehen.

Eine W3 WERK Produktion © AMSEL e.V. 2017. Alle Rechte vorbehalten Datenschutzerklärung | Impressum