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Renate S.

31.03.2012, 15:16

Stoßtherapie
Hallo Luisa.

vielleicht war das Wartezimmer gerammelt voll, und du hattest die 7 Minuten, die ein Arzt pro Patient aufwenden darf, schon verbraucht? Ich bin privat versichert, aber wenn mein Arzt im Zeitdruck ist, machen wir's auch kurz, und ich bin - oft nach 2 Stunden Warten - schon nach 10 Minuten wieder aus dem Sprechzimmer (zu seiner Erleichterung), die Uhr geht für gesetzlich und privat Versicherte gleich schnell.

Aber das verstehe ich nicht ganz: "Aber der Hausarzt muss mir jetzt die Trockensubsanz verschreiben,da die das ja einfach in den Ausguss gekippt haben." In 24 Stunden lässt sich doch Nachschub von den meisten Medikamenten bestellen, und wenn es vor der Injektion oder Infusion erst aufgelöst werden muss, wo ist das Problem, das ist doch oft so.

Ich habe nur einmal eine Stoßtherapie intravenös bekommen. Ich habe katastrophale Venen, die schwer zu finden sind und leicht platzen. Mir ist dabei im KH auch mal die halbe Infusion neben der Vene ins Gewebe am Ellenbogen gelaufen, weil die damit betraute PJ-Studentin die Vene nicht getroffen hat. Ihr Rekord waren 7 Probebohrungen. Sie war dann allerdings auch den Tränen nahe.

Ich vertrage Prednisolon überhaupt nicht, bekomme irrsinniges Herzrasen davon, und habe deswegen auf die orale Stoßtherapie mit Dexamethason umgestellt - und auch aus logistischen Gründen, ich bin alleinstehend, nicht mehr mobil und lebe in der Pampa. Mein Hausarzt ist 17 km weit weg, mein Neuro 15 km in der anderen Richtung. Da Cortisone früh morgens eingenommen werden müssen, muss ich es selbst einnehmen, und das geht eben nur oral.

Natürlich nach Rücksprache oder Mailkontakt mit dem Hausarzt, der mir alles Nötige verschreibt: Ich bekomme zum Dexamethason auch Omeprazol und Heparin-Spritzen dazu, habe immer ein paar im Kühlschrank. Beim ersten Termin nach dem Cortison (ich muss alle 4 Wochen zum HA, wegen Marcumarisierung) muss ich dann nüchtern kommen zwecks Blutzuckerkontrolle. Cortisone bringen den BZ bei mir ganz schön durcheinander, wenn ich nicht strikt kohlenhydratarm esse.

Ich schleiche nie aus, habe schon früher, wenn ich wegen einem allergischen Asthmaanfall ein paar Tage lang ein Cortison nehmen musste, nie ausgeschlichen. Cortison als Schmerzmittel gegen die vom Cortison verursachten Nebenwirkungen zu nehmen, empfinde ich als paradox, das ist ja, wie Benzin ins Feuer gießen. Und das Ausschleichen schadet mehr als es nützt, darum wird es meist nur noch gemacht, wenn der Patient drauf besteht.

Liebe Grüße
Renate
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