AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

Daniela Adomeit

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Hilfsmittel heißen ja nicht umsonst so!

20.09.2013, 10:12, Kommentare (4)


Man kann sich wie immer das Leben und das seiner Umgebung immer gern selbst schwer machen. Mit einer Einschränkung leben ist nicht leicht, aber sich dann einfach hängen lassen ist nicht fair. Den Helfenden gegenüber aber auch vor allem dem eigenen Körper gegenüber.

 

Ich hatte mal ein Streitgespräch mit einem Polizisten dem ich nach unserer Diskussion, in jugendlichem Leichtsinn, ein Wölkchen gewünscht habe. Zur Erklärung, ein Wölkchen bewirkt eine Kettenreaktion. Das Wölkchen schwebt schwarz und regnend über dem verwünschten Opfer, seine Umwelt bekommt das wohl mit, ist aber nicht betroffen. Somit steht er immer im Nassen, das macht mürbe und seine ganze Umwelt auch, seine Frau schläft nicht mehr im selben Bett, ist ja immer Überschwemmung, Freunde wenden sich ab, der soziale Kitt bricht zu Letzt Einsamkeit und Trauer über das eigene Schicksal. (verzeiht meine kindliche Anwandlung aber damals konnte ich nicht anders mittlerweile ist es ein guter Insidergag!!)

 

So ging es mir eine Zeit lang als ich partout jede Art von Hilfsmittel kategorisch ablehnte. Was dabei raus kam. Ich tat zum einen meinem Körper keinen Gefallen und zum anderen war es schwer Freundschaften zu pflegen, wenn man denn nicht mehr aus dem Haus kommt und Familie und Partner, waren irgendwann dann auch mal genervt und taten sich schwer, was wiederum an meiner Psyche nagte und ich irgendwann Depressiv wurde.

 

Und das schlimme an allem ist, die ganze Situation, war nachher so einfach zu lösen! Ich hatte mir einfach nur ein Hilfsmittel für meine Einschränkung besorgen müssen und ein paar Änderungen und Neuerungen im Umfeld und ein bisschen Organisation und prompt konnte ich wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Und dachte mir zum Schluss, was bin ich blöd und hab mir das Leben selbst so schwer gemacht.

 

Ich hatte mir selbst ein Wölkchen gewünscht ohne es zu merken!


Kommentare (4)


30.09.2013, 11:15, Daniela

Super, mach weiter so und bleib dran!!!!


29.09.2013, 16:55, muggelbeate

hi daniela, du hast mit den hunden nicht unrecht. die berner sennenhunde (so einer ist mein wotan) wurden früher vor leiterwagen und schlitten gespannt und mussten so die milchkannen transportieren. auch heute lassen manche bernerbesitzer ihre hunde das noch lernen und so wie ich schon gelesen habe, klappt das auch ganz gut. aber mein wotan ist schon 9 jahre alt, und muss das nun nicht mehr lernen, er läuft aber super neben meinem rolli her. das kipptraining in der ergo war super und hat echt spass gemacht. die therapeutin hat mich auch immer gefragt,, ob ich nicht angst hätte, aber ich fand es eigentlich nur cool. auch das balacieren hat super geklappt, wir ziehen das jetzt ein paar wochen durch, denn sicherheit ist doch sehr wichtig. ich finde rollstuhl ist eigentlich ein suuper ganzkörpertraining. ich halte es gerade so, das ich eine strecke im rolli zurücklege, und die strecke zurück dann laufe. seither laufe ich etwas besser. mal sehn, wie das so weitergeht. mein größtes problem ist mein linker arm, der hat kaum noch kraft, aber wer weiss, vielleicht kann man die ja auch trainieren. mach doch auch laune, so eine neue aufgabe. also mal sehn, bis dann


23.09.2013, 11:36, Daniela

Hi Beate, das ist super!! Hört sich doch alles Toll an. Es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen und Training mit Hilfsmittel muss unbedingt sein. Finde ich toll , das Du Dich so reinhängst!!! Ich musste auch mein Training im Rolli machen, aber da ich hier wohl sehr Angstfrei wahr, ging es doch recht schnell bis ich es drauf hatte. Wichtig ist immer üben auch zwischen längeren Pausen!!! Ich hatte schon mal gedacht man sollte einen Hund abrichten, wie die Schlittenhunde könnten Die einen Rolli ziehen, hahaha kleiner Spaß! Mach weiter so ich drücke Die Daumen und wünsche ganz viel Spaß mit dem neuen Hilfsmittel ;)) Grüßle Daniela

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