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Arbeiten mit MS

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Arbeiten mit MS

24.02.2006, 20:51, Kommentare (4)

Ich mache eine Ausbildung zur Kauffrau im EH. Die arbeit ist sehr hart für mich. Trotz Behinderten Ausweis muss ich oft 13Std am Tag arbeiten. Aber jetzt habe ich die SCHNAUTZE voll.Ich mache die Ausbildung zu Ende und versuche mich dann selbständig zu machen. Ich habe eine Möglichkeit gefunden wie ich später meine Arbeit selbst einteilen kann. Und das beste ist, das kann jeder. Ich wünsche jedem von euch, das ihr irgendwann auch aus eurem abhängigen Arbeitsleben aussteigen könnt. Ich denke das viele in der selben situation sind wie ich.

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Kommentare (4)


15.03.2006, 13:15, Andrea

Hi, in Deutschland ist es rechtlich nicht zulässig mehr als 10 Std. am Tag zu arbeiten. Vorallem wenn ein Unfall, während der Arbeitszeit oder auf dem Weg von oder zur Arbeit, passiert wird es sehr problematisch. Die Berufsgenossenschaft prüft dann genau, ob die max. Arbeitszeiten nicht überschritten wurden. Zur Sorgfaltspflicht Deines Chefs gehört auch, daß er darauf achtet, daß Du nicht länger als 10 Std. pro Tag arbeitest. Gruß Andrea


26.02.2006, 19:54, Jürgen

Hallo nochmal, Samira hat natürlich recht, ich habe all diese Argumente nicht vergessen. Es sit wichtig, dass Du diesen Schritt sorgfältig planst und nicht im Alleingang unternimmst. Und insbesondere die ach so rosigen Darstellungen über die Verdienstmöglichkeiten bei dem Verkauf von Naturheilprodukten oder ähnlichem solltest Du mit gesunder Skepsis gegenübertreten. Hier ist schon viel versprochen worden, und so mancher sitzt sein Lebenlang auf teuer eingekauften "!Mustern", die er nicht los wird. Da hat Samira recht!! Dennoch kann der Schritt nicht falsch sein, ich habe allerdings leicht reden, da ich ihn ja schon vor langer Zeit gemacht habe und damals auch noch gesund war. Gruß Jürgen


26.02.2006, 13:45, Samira

Hallo Knuddel, Du hast wirklich einen Arbeitstag, bei dem auch gesunde Menschen das Handtuch schmeißen. Der Gedanke sich Selbstständig zu machen liegt nahe. Ich bewundere Dich für Deinen Mut. Im Gegensatz zu Jürgen habe ich aber so meine Bedenken bei dem Gedanken, dass Du Dich in Deiner Situation selbstständig machen willst. Hast Du bedacht, dass Du dann allein (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) für Krankenversicherung und Rentenvorsorge aufkommen mußt? Sollte es Dir längere Zeit nicht gut gehen hast Du überhaupt keine Einnahmen. Die Lohnfortzahlung entfällt. Kannst Du in dieser Zeit den Krankenversicherungsbeitrag nicht aufbringen, fliegst Du aus der Kasse und keine andere Krankenkasse wird Dich neu aufnehmen. Das heißt, dass Du dann alle krankheitsbedingten Aufwendungen privat bezahlen musst und nichts mehr ersetzt bekommst. Ich vermute, dass Du Dich mit dem Verkauf von Naturprodukten, wie Aloe Vera selbstständig machen willst, diese Produkte sind auf Dauer gesehen sehr teuer und im Angesicht knapper Haushaltskassen schwer zu vermarkten. Jedenfalls ist der Umsatz, dass der Überschuß für Deinen Lebensunterhalt reicht kaum zu erziehlen, denn auch das Finanzamt hält in Form von MwSt und ESt die Hand auf. Ich will Dir den Gedanken nicht madig machen, doch rate ich Dir dringend, Dich mit einem Steuerberater in Verbindung zu setzen und mit diesem einmal zu ermitteln wieviel Du monatlich verkaufen musst, um davon Deinen Lebensunterhalt zu verdienen (krankheitsbedingte Ausfallzeiten berücksichtigen). Mein Rat an Dich wäre, versuche eine Teilzeitstelle zu finden, damit Du kranken- und rentenversichert bist und betreibe Deinen Vertrieb von Naturprodukten in Deiner Freizeit. Du hast so die Möglichkeit genau auszuloten, was gut für Dich ist. Nicht jeder ist den kostenintensiven Naturprodukten gegenüber aufgeschlossen. Du wirst viele "Klinken" putzen müssen, bis es läuft. An dieser Stelle hat schon mancher aufgegeben. Es hört sich gut an, andere für den Verkauf zu gewinnen und selbst eine Provision zu kassieren. Knuddel selbst in Großstädten, wie Hamburg oder München funktioniert das kaum. Ich will nicht schwarzmalen, aber ich will nicht, dass Du in Dein Unglück rennst. Ich bin mehr als doppelt so alt wie Du und habe auf diesem Gebiet schon viel gehört/gesehen. Nach der ganzen Schreiberei, hier mein dringender Rat, setze Dich mit Leuten in Verbindung, die sich mit dem selbstständig machen auskennen. Vielleicht wäre neben anderen Selbstständigen und dem Steuerberater auch der VdK für Dich eine Anlaufstelle. Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst.

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