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Maria Martens - eine Blog-Novela - Folge 6

01.04.2008, 08:28, Kommentare (3)

Maria Martens streicht sich eine  blonde Straehne hinters Ohr und versenkt ihren Kopf in den Rosenstrauss, um leider festzustellen zu muessen,  dass die Rosen nicht mehr duften. Maria weiss nicht, dass die Blumenfrau sich ihrer erbarmt hat und ihr jeden zweiten Sonntag die Rosen zu einem immer  neuerfundenen Sonderpreis verkauft, was aber im Grunde genommen nur gerecht ist, da die Rosen mit strenggeheimen Fleurotricks hochgepaeppelt wurden und  schon am Sonntagnachmittag, und nur um Maria nicht zu beschaemen,  ihr Haeuptchen senken und die Bluetenblaetter wie eine Samtdecke um sich verbreiten, was einigen  Nachbarsgrabbesuchern Anlass  gibt, sich die allerletzten Neuigkeiten ueber Maria und Josef auszutauschen ohne zu vergessen zu erwaehnen, dass der Eberhard das nicht verdient hat und dass es fuer ihn insgesamt besser sei jetzt hier im Gottesacker und nicht in Marias Boudoir zu liegen.  Bei diesem Worten hat die Metzgersfrau einen fragenden Blick auf die Schusterin geworfen, aber die hat so getan, als saehe sie  den nicht, weil auch sie vergessen hatte, was ein Boudoir ist. Man konnte auch Woerter hoeren wie “ueber den Strang hauen”, “auf Pump leben”, und “so tun als ob” und an diesem Punkt angelangt wird natuerlich ueber den neuen Ehemann diskutiert und nur, wenn eine der Friedhofbesucher sich daran erinnert an einen heiligen Ort zu sein, dann loest sich das Grueppchen auf.

Von all diesem Gelaber weiss Maria nichts oder will nichts davon wissen.. Sie ist gern an Eberhards Grab, weil sie nur dort wirklich mit Eberhard reden kann, was sie zu seinen Lebzeiten nie konnte,  und was noch wichtiger ist, hier hat sie Zeit ihm zuzuhoeren.

Der Typ mit den gefalteten Haenden, und einer alten Contaflex um den Hals ist zu Eberhards Grab vorgedrungen und pflanzt sich nun vor Maria auf. Entgegen seines grossspurigen Benehmens handelt es sich um einen jungen wohlgepflegten Mann, der verlegend laechelnd Maria die rechte Hand zum Gruss ausstreckt.

Maria, die normalerweise bei solch ueberraschenden Gelegenheiten ihr grimmigstes Gesicht zum Selbstschutz vorzeigt, ist so verbluefft, dass sie aus lauter Schreck nur ein schuechternes Laecheln hervorbringen kann  Der  Mann erwiedert ihr Laecheln und sagt:


Kommentare (3)


01.04.2008, 10:57, renate

ups, wie gesagt cognitive Schwierigkeiten. Korrekturen werden angebracht, aber die welkenden Rosen sind nicht Marias Schuld, die weiss es ja noch garnicht


01.04.2008, 10:22, edss

Liebe Renate. Ein zu Tränen rührendes Wort (Boudoir) und reizende Personen (Metzgersgattin, Bäckersfrau), die hat díese Blog-Novela ganz allein dir zu verdanken. Aber Maria ist dunkelhaarig, siehe Foto: Also keine blonden Stränen bitteschön! Eberhard ist der alte Ehemann. Und dass die Rosen so schlapp sind, finde ich nicht gut. Dann muss Maria sie ja alle aufs Grab legen. Sie duften gar nicht. Das hat Eberhard nicht verdient! Und die Fotografin könnte von der Zeitung, der Kripo oder eine Touristin sein. Ich habe eine Frau aus ihr gemacht, damit die Männer nicht überhand nehmen. (Frauenquote)


01.04.2008, 08:33, renate

An Klaus: das ist nun kein sarkastische Revanche, sondern nur der Sieg der Technik entweder zu gross oder zu klein. Sorry


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