AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

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Erkenntnisse

29.04.2014, 12:01, Kommentare (2)

Also zuerst mal einen lieben Gruß und die Runde und viel Spass beim verfolgen meiner geistigen Ergüsse... mal sehen was sich über meine Finger von meinem Gedankengut so mitteilen lässt.
Generell finde ich es immer recht interessant zu wissen wer hinter all diesen Profilen steckt und da ich nichts von irgendwem erwarten kann, ohne es selbst getan zu haben, hier nun die Antwort zu wer, wie, was bin ich: 
Letztlich lässt sich das ganz kurz zusammenfassen... ich denke diese Schlagworte treffen es recht gut: ehrlich, direkt, konsequent, liebenswert, launisch, zickig, sportlich, belesen, verrückt, strukturiert, pragmatisch, spontan und die Welt immer im Blick...  Bisweilen bin ich schon in gewissem Maße ein Einzelgänger, wobei so wirklich treffend ist das nicht. Meine Freundin (bald Frau), nennt mich immer ganz liebenswürdig einen Sozialauthisten, wie auch immer sie auf diese Bezeichnung gekommen ist, sie scheint zu passen. Bisher habe kam ich mit dieser Eigenschaft recht gut durchs Leben, habe meine gesetzten Ziele erreicht und lange mit Herz und Seele als Physiotherapeutin gearbeitet, bis ich von der MS etwas unsanft ausgebremst worden bin.
Meine Diagnose bekam ich erst letztes Jahr am 11.06.2013, herumgeärgert habe ich mich mit verschiedenen Symptomen schein einige Zeit zuvor, aber da ich ja so gern zu irgendwelchen Ärzten gehe musste das eben auf die lange Bank geschoben werden, dabei sollte ich es eigentlich besser wissen, vor allem weil mein "Besserwissen" natürlich immer an meine Patienten weitergetragen habe.
Durch Drängen, Bitten und Betteln meiner Zukünftigen bin ich dann mit meinem gelähmten rechten Bein, dem tauben linken Bein und meinem gelähmten rechten Arm am 7.06. 2013 doch mal zum Neurologen geschlurft, anders konnte man das nicht bezeichnen. Die Sprechstundenhilfe war ein Traum an Freundlichkeit, um sie zu zitieren: "Also wenn sie zum Herrn Doktor möchten kann ich ihnen in 3 Monaten einen Termin geben". Also irgendwie kam ich mir dezent verarscht vor, was ich sie in meiner, naja sagen wir mal, kompromisslosen Art auch wissen ließ. Natürlich konnte ich die nette Dame nicht überzeugen und stolperte etwas unbeholfen und leicht angesäuert wieder nach Hause und verfasste einen netten Brief an die Ärztekammer, was sein muss, muss sein :-)
Das Wochenende stand an, natürlich besserte sich nichts an meinem etwas eingeschränkten Zustand und NATÜRLICH teilte mir meine Frau in ihrer typischen Lehrertonlage (ja sie ist Lehrerin) des öfteren mit Nachdruck mit, dass wir am Montag zusammen in die Uniklinik fahren, so sollte es auch kommen und dann ging alles irgendwie viel zu schnell...
Ich hasse Krankenhäuser, aber ich musste da bleiben, eine Untersuchung nach der anderen und auf Verdacht schon mal die erste Kortison Infusion , ne was schön...
Dienstag dann noch ein MRT am Morgen und Mittags die Diagnose... ganz ehrlich, ich wusste es eh schon und bin froh gewesen, dass die Ärztin mir das ganze so ohne ein Blumenbeet anzubauen geradeheraus mitgeteilt hat. Mit ner Diagnose kann ich arbeiten und ich weiß woran ich bin, alles klar, einmal alles auf null und neu strukturieren. Aber genau da fingen die Probleme an... jeder nervt und fragt warum man im Krankenhaus ist, ob schon etwas gefunden wurde etc. ich hasse sowas (ja ich weiß, dass gehört scheinbar zu einem normalen Sozialverhalten dazu, zumindest meint Biene = meine Frau das), also verfasste ich kurzerhand einen recht stichpunktlastigen Text für die wichtigsten Menschen in meinem Leben und stellte diese vor vollendete Tatsachen. Prompt bekomm ich nen "Einlauf" von meiner Frau, dass ich sowas doch nicht einfach so in einem Satz mitteilen kann, sie würden sich doch nur Sorgen machen... hääääääää hallo... warum nicht, sind doch nur Fakten und Tatsachen und so hatte ich wenigstens erstmal meine Ruhe :-)
Nächstes Problem, dieses blöde rumliegen im Krankenhaus, ich muss hier weg, es war erst Dienstag Mittag und ich sollte noch bis Samstag bleiben, nein, das war nicht mein Plan, irgendwie muss man das doch ändern können... gemacht getan, ich durfte am Mittwoch Mittag die Klinik verlassen weil mein toller Hausarzt sich bereit erklärt hat mir die restlichen 2 Infusionen zu verabreichen, Gehen ging ja glücklicherweise durch die Wirkung der ersten 3 Infusionen wieder, naja zumindest einigermassen, perfekt... aber mir hätte ja ruhig mal jemand sagen können, dass ich nächtelang nicht schlafen kann, mich todmüde, aber irgendwie total aufgedreht durch dieses Zeug fühle, toll wenn man mit sich nichts anzufangen weiss und ständig auf Hochtouren läuft obwohl der Körper eigentlich komplett im Eimer ist... grummel...
Irgendwie brauch ich nen neuen Plan, also nochmal alles auf Null. Aber irgendwie hab ich meinen Drang nach Sport auch noch nicht eingeplant, genau wie unsere beiden Hunde (meinen geliebten kleinen Mann Dyke , ein Labrador und Itas , ein SharPei, ein schwarzer Sturschädel) also alles in allem noch mehr Punkte zu berücksichtigen, wer wissen will was dabei heraus kam, im nächsten Blog finden sich bestimmt einige mehr oder weniger erfolgreiche Gedankengänge...

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Kommentare (2)


23.05.2014, 15:07, Daniela Adomeit

Willkommen!!!! Bin schon sehr gespannt.... Grüßle Dani


01.05.2014, 08:16, muggelbeae

hey dyke, willkommen im club. hab deinen blog genossen, du schreibst echt erfrischend. bin schon mal gespannt auf die fortsetzung. deine hundies sind ja echt toll. hab auch so einen kamerad, nen berner sennenhund der treu neben meinem rolli läuft, und manchmal total entsetzt ist, das das fraule auf einmal wieder schneller als er ist. hoffentlich liest man bald wieder von dir und deiner super familie. grüssle aus schwaben von beate


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