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Meine Erfahrung mit MRT, wiederholtermaßen !

15.11.2005, 12:15, Kommentare (0)

Im Rahmen der sogenannten Verlaufsdiagnose war bei mir als Basisuntersuchung

auch MRT angesagt, und zwar Kopf, HWS, BWS und LWS. Also 4 Aufnahmeprozeduren.

MRT`s habe ich schon reichlich hinter mir und kann eigentlich ganz gut einschätzen, wie lange so etwas dauert, so ca. 1 Stunde 15 Minuten..

Aus diesem Grunde habe ich vorgeschlagen, nach 2 Aufnahmen eine Pause von ca.1 Stunde zu machen, und dann die nächsten 2 MRT`s abzuwickeln. Nach anfänglicher Zustimmung zu diesen Phasen, sagte man mir, mit dem neuen  MRT-Modell wären die Zeiten viel kürzer, man könne alle 4 Aufnahmen in ca. ¾ Stunde erledigen, ob dieses möglich sei mit mir. Ich habe zugestimmt.

Die Prozedur wurde durchgeführt, mit Kontrastmittel etc. Danach Besprechung mit dem Radiologe und, oh Wunder, er habe an der HWS im Rückenmark keine Schädigungen von Bedeutung gesehen. Weitere MS-Herde in den anderen Bereichen lägen nicht vor. So eine Aussage wünscht man sich natürlich, aber sie war eigentlich nicht wahrscheinlich. Ich hatte schon ein ungutes Gefühl bei der ganzen Aufnahmeprozedur im MRT. Es ging alles recht schnell und die Rhythmen und die Geräusche waren doch teilweise anders als man es kannte. Ich dachte, naja, neue Computertechnologie.

Mein behandelnder Neurologe sagte auch spontan, eine Vernarbung als Folge eines MS-Herdes verschwindet nicht einfach und hat eine Kontrolluntersuchung im HWS-Bereich angeordnet. Ich habe vor diesem erneuten MRT nachdrücklich nochmals hingewiesen, dass es sich um die Beurteilung des Rückenmarkes geht, also nicht der Wirbelkörper oder der Bandscheiben etc..

Und siehe da, die MRT-Aufnahmeprozedur war recht lange, wie immer eigentlich, und die einzelnen Aufnahmephasen waren so wie gewohnt bzw. es waren mehr Phasen als sonst. Ergebnis : die Vernarbung im Rückenmark ist wieder zu sehen.Sie ist nicht schlimmer geworden, Gott sei Dank. Sie reicht mir auch so hinsichtlich der daraus entstehenden Behinderungen und Komplikationen. Weitere MS-Herde sind glücklicherweise nicht da !? oder noch nicht zu sehen ??

 

Ich habe schon einmal, und zwar am Anfang 1999 meiner „MS-Diagnose“, erlebt, dass das

eine Radilogie-Zentrum nichts festgestellt hatte, ein anderes Radiologie-Zentrum 6 Monate später aber den MS-Herd sichtbar machte. Damals musste man sagen, dass das andere Radiologie-Zentrum gerade ein neues MRT installiert hatte, also die Verbesserungen des Aufnahmefeinheitsgrades den MS-Herd sichtbar machte, das ältere MRT vorher noch nicht

Dazu kann niemand etwas, das ist eben Technik.

 

Ich denke, meine Erfahrung mit Technik zeigt auf, dass Die „Hörigkeit“ auf die sogenannte

Apparatemedizin mit Skepsis verbunden sein muß. Fortschritt in der MRT-Aufnahmetechnik führt zu besseren Diagnoseergebnissen. Dies ist natürlich sehr zu begrüßen.

Die Radiologie muss aber schon den Feinheitsgrad der MRT-Aufnahme sehr gut einstellen.

Es kostet mehr Scanner-Zeit, um so detaillierter die Aufnahmen sein sollen. Nur darf der Wirtschaftlichkeitsfaktor „Zeit“ keine Rolle spielen bei Diagnose der MS.

( Trend : es werden immer mehr MS-Fälle schon im frühen Stadium heute festgestellt durch neue MRT-Technologie als sonst, „Segen oder Fluch“ ??!!, wahrsheinlich mehr „Segen“! )

 

Ein Radiologe kann nicht mehr Diagnostizieren, als er auf den Aufnahmen auch erkennen kann. Aber auch in der Beurteilung der gleichen MRT-Aufnahmen durch weitere Radiologen kam es bei mir zum Teil zu sehr unterschiedlichen Beurteilungen, Das muß man auch akzeptieren irgendwie, es sind Menschen mit verschiedenen Qualifikationen.

Man kann  nur hoffen, dass man Fehleinschätzungen in der Diagnose nicht zu oft erlebt. Selber hat man in der Situation der Diagnosestellung ja keine Ahnung davon und muss die Diagnose ersteinmal so hinnehmen. Ich persönlich habe mir allerdings recht häufig eine „Zweite Meinung“ eingeholt.

 

Es darf allerdings nicht passieren, dass ein Radiologie-Zentrum,  möglicherweise aufgrund

der hohen terminlichen Auslastung, „aufs Tempo“ drückt, und die Sorgfalt in der MRT-Aufnahmequalität als Basis zur wichtigen Diagnose zu Lasten des „höheren Patientendurchsatzes“ etwas zurückstellt.

Meine Lehre daraus ist : Skeptisch bleiben, möglicherweise „zweite Meinung“ einholen, dem

Team in der Radiologie sehr deutlich vorher nochmals sagen, worauf es in der MRT-Aufnahme ankommt, denn danach richtet sich die MRT-Aufnahmeprozedur, die gemacht werden soll. „MRT-HWS“ ist nicht gleich „MRT-HWS“, es muß klar sein, worauf sich die MRT-Aufnahme konzentrieren soll.

 

Manfred, 15.11.2005      


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