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Sonntag Mittag
15.04.2010, 21:59, Kommentare (7)
Die Familie verlässt das Restaurant nach dem Mittagessen und eilt zum Parkplatz.
Im Eingang bleiben eine behinderte Frau mit Rollator und eine weitere weibliche Person zurück:
„Halt, kann uns jemand helfen?“
Zwei Männer eilen zurück und helfen der behinderten Frau drei Stufen hinunter.
Dann bewegen sich vier Personen langsam zum Parkplatz.
Dort wartet die Vorhut.
Die Beobachterin der Szene fragt sich:
Wäre es nicht nett, wenn die Behinderte gar nicht erst um Hilfe rufen müsste?
Die Gruppe würde sich so langsam bewegen, dass die Person mit Rollator in ihrer Mitte bleiben könnte.
Zwei Tage später:
Acht Personen und ein kleiner Junge (ca. 2 Jahre alt) verlassen das Restaurant.
Alle acht Personen beobachten den Jungen bei seinen Laufanstrengungen.
Niemand eilt voraus. Die Hälfte des Weges hält sich der Kurze tapfer, dann nimmt ihn jemand auf den Arm.
Niemand käme auf die Idee den Jungen im Eingang zurück zu lassen und schon mal zum Parkplatz zu stürmen.
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Kommentare (7)
03.05.2010, 09:45, lupocane
Du sagst es!
02.05.2010, 19:02, edss
Danke Lupocane! Man sieht etwas und kann es völlig unterschiedlich deuten, je nach dem, wie man gestimmt ist. Tatsächlich gehe ich am liebsten selber allein und unbeobachtet Treppen hoch und runter. Dann kann ich mich besser auf den Job konzentrieren. Die richtige Kommunikation ist das A und O. Bitte ich um Hilfe? Wie bitte ich um Hilfe? Welche Hilfen und Hilfsmittel brauche ich? Die Quadratur des Kreises und kein Auge bleibt trocken.
30.04.2010, 13:17, lupocane
Mir kommt dabei die/der (fiktive) anders gestimmte Behinderte in den Sinn: Alle passen sich der Gehgeschwindigkeit an und warten und schauen oder fragen, ob die Person die Stufen alleine schafft oder Hilfe braucht und die Person sagt barsch: Was glotzt Ihr alle so? Ich kann das alleine - macht, dass Ihr weiterkommt und wartet am Auto auf mich!
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