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Seltsamer Tag
19.05.2012, 22:22, Kommentare (3)
Seit gestern habe ich irgendwie Einschränkungen... Das Wetter wird besser, eigentlich sollte ich mich fantastisch fühlen, aber meine Hände kribbeln die ganze Zeit als ob sie elektrisch geladen wären, genau das selbe wie bei meinen Lippen. Dauernd wie kleine Stromstöße. Außerdem ist mir die ganze Zeit schwindelig und es wird immer schlimmer. Gestern hatte ich auch Magenprobleme, konnte kaum was essen, hab mich aber trotzdem gefühlt, als ob ich eine halbe Kuh verdrückt habe. Kann das die MS sein? Meine Vermutung ist es auf jeden Fall. Es fühlt sich auch ziemlich komisch an zu schreiben, ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Zudem habe ich seit gestern eine Blockade im Knie. Treppe hoch geht einigermaßen, aber normales Laufen oder Treppe runter tut einfach ziemlich weh. Ich fühl mich wie eine Oma... :( Ich hoffe, das wird wieder besser oder ich muss mal zum Arzt gehen. Das sowas aber auch immer am Wochenende anfangen muss, war ja bei der Sehnerventzündung genau das selbe.
Zweite Baustelle: Ich habe meinem Freund und meinen Eltern noch nicht gesagt, dass ich unter einer Depression leide. Ich weiß einfach nicht, wie ich das anfangen oder loswerden soll. Wie fängt man so ein Gespräch an?
"Hey, du weißt ja, dass ich einen an der Klatsche hab, jetzt hab ich auch ne Diagnose dazu!"? Mit nem guten Witz einsteigen?? Oder eher:
"Ich weiß ja nicht, ob dus wusstest, aber ich bin depressiv! Tadaaaaa"??? :P
Gleich so ins Gesicht knallen, will ich ja auch nicht...
Bei meiner Mama wäre es einfacher, weil es schon schwere Fälle von Depression in unserer Familie gab und die das ganze schon irgendwie kennen würde und sich vielleicht mit meiner Tante austauschen könnte, da mein Cousin auch unter schweren Depressionen leidet. Aber ich würds eben lieber meinem Freund zuerst erzählen, da ich ja mit ihm zusammenwohne und er am meisten darunter zu leiden hat und die ganze Zeit um mich rum ist... Es ist soooo kompliziert, ich weiß einfach nicht wie ich da einsteigen soll... :(
Zweite Baustelle: Ich habe meinem Freund und meinen Eltern noch nicht gesagt, dass ich unter einer Depression leide. Ich weiß einfach nicht, wie ich das anfangen oder loswerden soll. Wie fängt man so ein Gespräch an?
"Hey, du weißt ja, dass ich einen an der Klatsche hab, jetzt hab ich auch ne Diagnose dazu!"? Mit nem guten Witz einsteigen?? Oder eher:
"Ich weiß ja nicht, ob dus wusstest, aber ich bin depressiv! Tadaaaaa"??? :P
Gleich so ins Gesicht knallen, will ich ja auch nicht...
Bei meiner Mama wäre es einfacher, weil es schon schwere Fälle von Depression in unserer Familie gab und die das ganze schon irgendwie kennen würde und sich vielleicht mit meiner Tante austauschen könnte, da mein Cousin auch unter schweren Depressionen leidet. Aber ich würds eben lieber meinem Freund zuerst erzählen, da ich ja mit ihm zusammenwohne und er am meisten darunter zu leiden hat und die ganze Zeit um mich rum ist... Es ist soooo kompliziert, ich weiß einfach nicht wie ich da einsteigen soll... :(
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Kommentare (3)
30.05.2012, 20:04, Jenny90
Hallo, ihr beiden. Ich habe mich endlich auch getraut, es ihm zu sagen. Ich glaube, es hatte weniger etwas damit zu tun, was er dann von mir denken mag, als es endlich laut auszusprechen. Aber er ist ganz lässig mit umgegangen und es hat sich davon eigentlich auch nichts geändert! :) Die Symptome sind auch wieder weg und momentan merke ich nichts von der MS, juhuu! ;) Aber vielen Dank für den Tipp mit Qi Gong, das werd ich vielleicht auch mal ausprobieren. Liebe Grüße!
20.05.2012, 13:07, Kristall
Schließe mich lupocane an. Welchen Unterschied macht es, wenn das Kind einen Namen hat? Vielleicht ist es für dein Umfeld sogar leichter, damit umzugehen. Ach, liebe Jenny90. Die Symptome, die Du grad spürst, können von der MS sein. Das mit den Händen und dem Mund kenne ich auch. Es kann sein, dass es morgen wieder weg ist. Wenn es das nicht ist und schlimmer wird, kannst Du ja zum Arzt gehen. Wenn bei mir sowas auftritt, mache ich verstärkt Übungen aus dem Stillen Qi Gong, fühle in mich hinein und in der Regel wird es nach 1-2 Tagen wieder besser. Ganz oft kommen dann doch ein paar Tränen mit. Aber besser einmal kurz geweint als tagelang bedrückt herumgelaufen. Fühl Dich einmal ganz herzlich umarmt!
20.05.2012, 12:02, lupocane
Dein Freund bemerkt doch bestimmt, dass du häufig niedergeschlagen bist. Das ist bei der Last, die deine Krankheit mit sich bringt, auch kein Wunder. Diesen Stimmungszustand würde ich nicht gerade als "Klatsche" bezeichnen. Wenn er recht stark und andauernd ist, dann ist es gegebenenfalls eine Depression. (Obwohl manche MS-Symptome auch leich als Depression fehlgedeutet werden können. Doch bei dir ist ja die MS bekannt, so dass sich die psychologin vermutlich nicht täuschen lassen wird.)
Ich kann mir schwer vorstellen, dass sich das Verhältnis zu deinem Freund verschlechtert, wenn es nun einen Namen für deine Stimmung gibt. Gerade dadurch, dass dies erkannt ist, könnt ihr vielleicht sogar besser damit umgehen - und du letztendlich mit der psychologischen oder ggf. ärztlichen Hilfe einen Weg aus der Depression finden.