AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

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Ein Job der krank macht?

19.04.2006, 13:34, Kommentare (10)

Hallo zusammen!

Eine Weile habe ich mich mal nur passiv "betätigt".
Inzwischen ist einiges passiert. Meine Freundin (mit MS)
hat seit Dezember eine Trainee-Stelle aufgenommen.
Seit dem folgt ein Tiefschlag dem Nächsten.

Erst durch den Weihnachtsstress ein Schub in der ersten
freien Woche danach. Viele Kündigungen rings herum,
durch den sehr unmenschlichen Chef. Und die Stimmung
ist deswegen allgemein im Keller. Spitzel und Stress,
Doppelschichten...

Und gestern dann die nächste Stufe. Die freien Wochenenden
alle 5 Wochen werden gestrichen. 6-Tage Woche also.
Und unter 10 Stunden darf nicht heimgegangen werden.
Der Arbeitstag somit von 6:30 bis ungewiss (etwa 21 Uhr).

Es macht sich schlecht so eine Ausbildung hinzuwerfen, denn
die Arbeit an sich ist ok und der Einsatz für ein paar Stunden
mehr ist auch ok. Aber muss es denn an die Gesundheit gehen?
Ich denke da an "knuddel", die ähnliches durchmacht/gemacht hat.

Der Arbeitgeber weiß nichts von der MS, weil es sie zum Zeitpunkt
der Bewerbung nicht beeinträchtigt hat. Unter diesen Bedienungen
dann aber doch. Was tun? Hinschmeissen? Sagen, dass Sie MS
hat und gekündigt werden?

Wo dann einen Job suchen (und finden!), der ein wenig pfleglicher
mit der menschlichen Arbeitskraft umgeht? Habt Ihr Ideen?
VIelen Dank für's Zulesen.

Gruß ienn


Kommentare (10)


28.06.2006, 19:48, Der Treudoofe

ich hab den Fehler gemacht und meinen Arbeitgeber vom 1. Tag an informiert, jetzt nach ca. 1nem Jahr muß ich mit den Folgen meiner Ehrlichkeit zusehen wie ich weiterkomme. (Arbeitsvertragsänderung wg. Fürsorgepflicht)


04.06.2006, 15:15, Rosemarie

Weiß nicht, ob es besser ist,den Kollegen nichts zu sagen.Ich war wegen Familienpause schon längere Zeit daheim, als ich wieder stärkere MS Probleme bekam,ohne Diagnose ,ich wartete ab und verpasste den richtigen Zeitpunkt,habe also keine eigenen Erfahrungen.Aber ich kenne Leute,bei denen war es positiv,dass sie ihre Krankheit offenlegten. Sie waren für den Chef die Erfüllung der Behindertenquote,er bekam Erleichterungen für diese Angestellten finanziert(einer bekam einen bequemen Stuhl,eine eine Klimaanlage,über sie sich auch der chef freute. Um abzuschätzen, wann es sinnvoll ist, die Karten offen zu legen und wann nicht, halte ich ein Gespräch mit einem auf MS spezialisierten Sozialarbeiter, wie bei Amsel für sinnvoll. Die haben viel Erfahrung mit verschiedenen MS Formen und mit den unterschiedlichsten Arbeitsplätzen. Da kann man leichter klar sehen, ob man in "U-Boot" oder sichtbarer "Dampfer" sein will. Grüße von Rosemarie


02.06.2006, 20:32, se

Hi, ich kann mich der Meinung von edss anschliessen. Meist wird es besser sein, die Kollegen wissen nicht Bescheid. Vielleicht sollte sich deine Freundin nach einem Job umsehen, der sich leichter gestalten lässt. Sicher ist es momentan nicht einfach auf dem Arbeitsmarkt, aber es werden sich Wege finden, die einen guten Mittelweg bilden. Ich würde mich auf keinen Fall zurückziehen, sondern versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

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