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Jeff Talarigo: Die Perlentaucherin
05.03.2006, 14:40, Kommentare (0)
Das einzige, was sie in Gang hält, ist das Wissen, daß sie nicht allein
ist, daß es all die anderen gibt, die im selben Jahr kamen wie sie, in
den Jahren davor und den Jahren danach. Und sie ist wie sie. Mit all
ihrer äußerlichen Normalität, mit all ihrer innerlichen Qual leben sie
hier jeden Tag.
Es tut mir leid, aber ich wollte diese Krankheit nicht. Ich habe nie darum gebeten.
Alle in deiner Umgebung erinnern dich ständig daran, wieviel besser ihr Leben ohne dich wäre. Auf subtile und manchmal nicht so subtile Art. Seufzer. Blicke. Die Kinder fortscheuchen, wenn du in der Nähe bist. Getuschel. Auf dich zeigen.
Manchmal kommt sie hierher, um sich daran zu erinnern,daß sie ebenfalls Patientin ist, obwohl sie sich nie wie eine fühlt. Die Medizin, die sie nimmt, gemahnt sie daran, aber sonst wenig.
In Nächten wie diesen wünscht sie sich, die Krankheit möge sie verwüsten, sie arbeitsunfähig machen; dann würde sich wenigstens jemand um sie kümmern, sie füttern, sie baden, sie massieren, bis es an der Zeit ist, sie einzuäschern.
Und sie lebt weiterhin in Schweigen und schrecklicher Angst, denn sie hat niemanden, mit dem sie sie teilen kann.
Es ist schön, Musik zu hören.
Doch heute, denkt sie, bin ich keine von ihnen. Ich brauche weder einen Hut noch irgend jemanden, der mir hilft oder sagt, wer oder was ich bin, was ich brauche oder was nicht.
Sie sitzt da und trinkt ihren Tee und denkt mit Erstaunen daran, wie sie in so kurzer Zeit begonnen hat, ein Leben für sich zu erschaffen, eine Geschichte, eine Biographie.
Wir werden allmählich zu alt für kleine Siege. Außerdem wird eine Brücke die Meinung der Leute über uns nicht verändern.
Japan, Lepra, Zwangssterilisation, Zwangsabtreibungen im 7. Monat, Freiheitsberaubung, Brückenbau, Schwimmen, Tauchen, Perlen, Chrysanthemen, Musik und mehrere beschädigte Liebesgeschichten.
Es tut mir leid, aber ich wollte diese Krankheit nicht. Ich habe nie darum gebeten.
Alle in deiner Umgebung erinnern dich ständig daran, wieviel besser ihr Leben ohne dich wäre. Auf subtile und manchmal nicht so subtile Art. Seufzer. Blicke. Die Kinder fortscheuchen, wenn du in der Nähe bist. Getuschel. Auf dich zeigen.
Manchmal kommt sie hierher, um sich daran zu erinnern,daß sie ebenfalls Patientin ist, obwohl sie sich nie wie eine fühlt. Die Medizin, die sie nimmt, gemahnt sie daran, aber sonst wenig.
In Nächten wie diesen wünscht sie sich, die Krankheit möge sie verwüsten, sie arbeitsunfähig machen; dann würde sich wenigstens jemand um sie kümmern, sie füttern, sie baden, sie massieren, bis es an der Zeit ist, sie einzuäschern.
Und sie lebt weiterhin in Schweigen und schrecklicher Angst, denn sie hat niemanden, mit dem sie sie teilen kann.
Es ist schön, Musik zu hören.
Doch heute, denkt sie, bin ich keine von ihnen. Ich brauche weder einen Hut noch irgend jemanden, der mir hilft oder sagt, wer oder was ich bin, was ich brauche oder was nicht.
Sie sitzt da und trinkt ihren Tee und denkt mit Erstaunen daran, wie sie in so kurzer Zeit begonnen hat, ein Leben für sich zu erschaffen, eine Geschichte, eine Biographie.
Wir werden allmählich zu alt für kleine Siege. Außerdem wird eine Brücke die Meinung der Leute über uns nicht verändern.
Japan, Lepra, Zwangssterilisation, Zwangsabtreibungen im 7. Monat, Freiheitsberaubung, Brückenbau, Schwimmen, Tauchen, Perlen, Chrysanthemen, Musik und mehrere beschädigte Liebesgeschichten.
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