AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)


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Progressive MS in 5-10 Jahren behandelbar? Nein: JETZT, schon lange möglich

11.02.2015, 16:20, Kommentare (5)

DMSG und AMSEL werden nicht müde, rosige Zukunftsaussichten bei der MS in Aussicht zu stellen, am 9.2. (1Tag später: 10.2.) mit dem Wiener MS-Forscher Prof. Hans Lassmann:
    http://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/Progrediente-Phase-in-absehbarer-Zeit-behandelbar_5713
Auf dem Bild zum Artikel lacht er (irgendwie fies...) -- kein Wunder, hat ER doch keine MS, und lange weitere Forschungsjahre sind zweifellos genau das, was er sich wünscht, das ist ja das "Geschäft" dieser "Forscher" seit Jahrzehnten.

Ich kopiere einen Teil des Artikels hierher, damit ich mich in meinem Kommentar besser darauf beziehen kann:
"... ... Lassmann: "Der Entzündungsprozess, der sich im Frühstadium gut behandeln lässt, wird mit dem Alter aber immer weniger, dafür nehmen die neurodegenerativen Schädigungen zu. Das erklärt auch, warum die Medikamente, die zunächst gut wirken, später ihre Wirkung verlieren."

Degeneration als Kreislauf in sich selbst

Im späteren Stadium der Erkrankung werden "Amplifikationsmechanismen" in Gang gesetzt: Die Schädigungen werden dabei vervielfacht (amplifiziert) – und zwar als Kreislauf "in sich selbst", der immer weiter geht. Durch die neurodegenerativen Schäden im Gehirn werden Mikrogliazellen aktiviert, die ebenso die Erkrankung vorantreiben wie die Bildung von Sauerstoffradikalen, die Lipide und Proteine im Gehirn zerstören. Gleichzeitig kommt es zur Schädigung von Mitochondrien, den Kraftwerken und Energiespendern der Zellen im Gehirn. Dadurch – und durch die normale Gehirnalterung und die damit verbundene Eisenablagerung – kommt es ebenfalls zu weiteren Schädigungen.

Auf den neuen Erkenntnissen aller dieser Mechanismen könnten nun neue Therapieansätze fußen, so die Forscher. "Dabei gibt es zwei Wege", so Lassmann, "zum einen, dass man Pharmaka entwickelt, die eine anti-entzündliche Wirkung auch im Gehirn entfalten und nicht nur die Abwehrreaktion im Blut und in lymphatischen Organen dämpfen, zum anderen, dass man neuroprotektive Therapien entwickelt, die die Amplifikationsmechanismen und die Schädigung der Mitochondrien präventiv blockieren und dadurch die Folgeschäden verhindern."

Klinische Studien bereits angelaufen

Auf Basis der nun präsentierten Daten laufen bereits klinische Studien mit einigen potenziell einsetzbaren Medikamenten, Ergebnisse werde es aber in frühestens fünf Jahren geben, erklärt Lassmann: "Ich rechne aber fest damit, dass es in absehbarer Zeit, also in den nächsten fünf bis zehn Jahren, erfolgreich gelingen wird, etwas gegen die Amplifikationsmechanismen zu tun und damit die progrediente Phase weiter zu verzögern."

Diesen Amplifikationskreislauf im Gehirn gibt es auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson, aber auch bei normaler Gehirnalterung. Daher könnten auch hier diese neuen Therapien aus der MS-Forschung hilfreich werden.

Quelle: Lancet Neurology, "Pathological mechanisms in progressive multiple sclerosis.", Lancet Neurol. 2015, Pressemitteilung der MedUni Wien, 09.02.2015.
Redaktion: AMSEL e.V. "
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Gleich in der Einleitung der Übersichtsarbeit heißt es: "...infectious agents ... have not been identified in the brains of patients with multiple sclerosis." Es wurden keine Erreger im Gehirn gefunden? Eine GLATTE LÜGE! Ich verweise seit langem auf die Übersichten (1922...1931) und das Buch (1962) von Prof. Gabriel Steiner (1883-1965), sekundenschnell als eBuch beim Rechteinhaber SPRINGER-Verlag auch für Prof. Lassmann herunterladbar, kostet "ein paar Euro": Darin ist glasklar dokumentiert, daß die MS die Folge einer (durch Zecken übertragenen) Neuro-Spirochätose / -Borreliose ist, also die Folge einer AKTIVEN bakteriellen Infektion im ZNS.
Die muß nicht in erster Linie "anti-entzündlich" behandelt werden, wie Lassmann ausführt, sondern vielmehr KAUSAL, also ANTI-INFEKTIV, beispielsweise mit dem in jeder Apotheke vorrätigen, bestens borrelien-wirksamen, liquorgängigen, billigen DOXYCYCLIN.


Zitat (s.o.): "... durch die normale Gehirnalterung und die damit verbundene Eisenablagerung kommt es ebenfalls zu weiteren Schädigungen. //  Auf den neuen Erkenntnissen aller dieser Mechanismen könnten nun neue Therapieansätze fußen, so die Forscher."

"Neue" Erkenntnisse?!? Die Autoren wollen "führend" in der MS-Forschung sein? Grotesk! Seit VIELEN Jahrzehnten ist von Vorgängern dieser heutigen vermeintlichen "Super-Forscher" dokumentiert worden, daß die MS von kleinen entzündeten Venen ausgeht (entzündet sicherlich durch die fleckförmige aktive Borrelien-Infektion, vgl. G.Steiner, s.o.), und daß es dort kleine Blutungen gibt (die übrigens inzwischen mit moderner NMR-Technik auch am Lebenden nachgewiesen werden können).
Durch den Abbau des aus kleinen Venen ins Gewebe gesickerten Blutes wird das Eisen aus dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin frei: DAS ist die entscheidende Ursache der "Eisenablagerungen" im ZNS, nicht etwa "normale Gehirnalterung"! (Wie sonst wäre rasche MS-Progression bereits bei JUNGEN Menschen erklärbar, etwa jüngeren Männern, die mehr Eisen speichern als junge Frauen - von wegen "Alterung".)

Auf Grundlage dieser angeblich "neuen Erkenntnisse" von Prof. Lassmann & Co sollen nun weitere Arzneistoffe entwickelt / geprüft werden, die in 5 bis 10 Jahren... - geht's noch?!?
Das äußerst toxische FREIE Eisen (das auch bei Parkinson, Alzheimer / Demenz eine ganz wesentliche Rolle spielt - alles seit vielen Jahren untersucht und dokumentiert) wird am einfachsten durch Aderlässe (wie Blutspenden) aus dem Körper entzogen - seit JAHRTAUSENDEN bekannt und bewährt. (Ich habe Ende 1993, also vor gut 21 Jahren, bei mir mit Aderlässen beim Hausarzt-Internisten begonnen - wo ist das Problem?)

Aber heutige MS-"Forscher", DMSG, AMSEL können offenbar NUR an teuere neue Medikamente denken (klar: die Pharma-Industrie als großzügiger Sponsor...*) -- vermutlich deshalb kommen spottbillige, bewährte, gut verträgliche Möglichkeiten wie Doxycyclin ("Akne-Mittel"...) oder simple Aderlässe nicht in Frage.

Ich lasse mich gerne - mit Argumenten, Beweisen - davon überzeugen, daß ich vielleicht Unrecht habe, die Dinge falsch sehe. Allerdings mache ich seit VIELEN Jahren (mindestens einem Dutzend) die erschreckende Erfahrung, daß Neurologen einer solchen Diskussion sehr konsequent ausweichen. Sie weigern sich einfach zu antworten.
Ich war rund 4 Jahrzehnte Forscher im Bereich der Medizin an der Uni (und setze die Krankheitsursachenforschung als Rentner unbeirrt fort): mit mir könnten sie "auf Augenhöhe" diskutieren - aber das scheuen sie offenbar "wie der Teufel das Weihwasser". Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.
_________________
* Beispiel für Prof. Hans Lassmann = HL: "Declaration of interests
HL has acted as consultant for AMGEN and Baxter and has received honoraria for lectures from TEVA and Novartis. ... "

Kommentare (5)


21.02.2015, 16:53, chen-man

@lindenblüte Es geht nicht um Zecken: das sind nur die Vektoren / Überträger der Erreger (typisch vor der Pubertät nach Ergebnissen der sogenannten "Wanderungs-Epidemiologie"). Die Borrelien müssen dann von der Stichstelle bis ins ZNS gelangen. Das kann längere Zeit dauern, möglicherweise nur in Zeiten einer Immunschwäche, etwa während einer Masern- oder Influenza-Erkrankung. Ein möglicher Weg: entlang der Nerven bis zum Rückenmark, dann evtl. weiter im Liquor, wofür Prof. G.Steiner in seinem Buch 1962 Hinweise bringt.


21.02.2015, 16:44, chen-man

AMSEL hat bei Prof. Lassmann nachgefragt (18.2.) - aber NICHT zu der Frage, warum er nicht IN den Läsionen nach Erregern sucht, die er ja für möglich hält. Er hat dazu wirklich ALLE Möglichkeiten: An der Uni Wien gibt es zB den Top-Borreliose-Experten Prof. G.Stanek - von dem könnte er sicher die nötigen Antikörper für Immunfluoreszen-Untersuchungen bekommen. Er hätte es VIEL einfacher als Gabriel Steiner (1883-1965) vor Jahrzehnten, macht es aber nicht.


16.02.2015, 22:29, lindenblüte

ok, steiner ist schon lange her. ich halte es für kein treffendes argument, dass seitdem alle ärzte - forscher dieser welt nicht das herausfinden, was du gern möchtes. zecken sind eine möglichkeit, aber im chronischen stadium schwer feststellbar.

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