AMSEL - Aktion Multiple Skleroser Erkrankter - Landesverband der DMSG (AMSEL, Landesverband e.V.)

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'M'ein 'S'chatz? ...

24.02.2014, 09:08, Kommentare (2)

Mein Schatz? …

Eigentlich ist so eine Partnerschaft ja was ganz Feines … Wenn man „ihr“ Recht gibt.
Genervt und verkrampft sitzen meine Lebensbegleiterin und ich auf der Couch.
Auf dem Tisch: meine Zigaretten, meine Cola, meine Gummibärchen, …, aber ihre Schmerztabletten!
Sie nörgelt, mein Lebensstil sei verkehrt – sie mahnt, ich gehe ihr auf die Nerven – sie raubt, meine Freiheit – sie bemängelt, meine Angewohnheiten.
Dieses Szenario begleitet mich nun schon die letzten Monate. Mal in abgeschwächter Form, mal nervenaufreibend:

Wir diskutieren.

Mein Schatz, ich hab total Lust heute Abend mal rauszugehen. Lass uns etwas erleben? Ich hab Lust zu tanzen!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, ich bin echt müde und erschöpft – Ich will so gerne liegen!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? War sie letzte Woche nicht auch schon so fertig?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, was machst Du nur immer um so müde und erschöpft zu sein?“ frage ich.
„Ach… Weißt Du, Deine Aktivitäten – Das ist mir alles zu viel!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Sind ihr meine Aktivitäten denn nicht immer lästig?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht kannst Du eine Runde schlafen und wir werden dann was unternehmen? Die Nacht ist jung… Der Abend hat eben erst begonnen!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, wenn ich dann erst mal gelegen habe, glaube ich nicht, dass ich mich später aufraffen kann!“ erwidert sie und zieht sich die Decke über den Kopf.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Konnte sie sich letzte Woche auch nicht mehr aufraffen?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht willst Du ein Red Bull trinken? Das hält Dich doch sonst auch putzmunter!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, irgendwann wirkt auch das nicht mehr und gesund ist es auch nicht!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Gesund? Was ist heutzutage denn noch wirklich gesund?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht bekommst Du Lust wenn ich die anderen noch mitnehme?“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, um ehrlich zu sein bin ich total lustlos. Deine Freunde mögen mich ja auch nicht wirklich!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Ist das nicht klar, dass meine Freunde ihr skeptisch gegenübertreten? Bei diesem Verhalten?‘.

 Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht könntest Du einfach mal von Deinen negativen Gedanken und Einflüssen Abstand nehmen? Und das Leben genießen wollen?“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, vielleicht könntest Du mich einfach so akzeptieren wie ich bin!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Ich würde sie nicht akzeptieren wie sie ist?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht könntest Du Dir einfach mal vor Augen führen was ich alles für Dich aufgegeben habe?“ sage ich.
„Ach… Hast Du das denn? Ich sehe nichts… Nie bist Du zu Hause und bist Du zu doch Hause legst Du Dich auch nicht mit mir auf die Couch!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Ich würde sie alleine lassen?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht weißt Du nicht, dass ich meine Freizeit nur nach Dir plane?“ sage ich.
„Ach… Tust Du das? Warum fühle ich mich dann ungerecht behandelt?“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sagt sie das nicht immer? Ich würde sie ungerecht behandeln?‘.

Wir diskutieren … nicht.

Mein Schatz, ich werde mich jetzt mit den anderen treffen. Ich wünsche Dir einen schönen Abend!“ sage ich, stehe auf, ziehe mich an und schließe hinter mir die Tür. Ihr letztes Wort, was ich hören kann: „Ach…!“.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Tue ich das nicht immer?

Eigentlich ist so eine Partnerschaft ja was ganz Feines … Wenn man „ihr“ Recht gibt.
Genervt und verkrampft liege ich alleine im Bett.
Auf dem Nachttisch: meine Schmerztabletten, …, ihr Wasser, ihr Apfel, ihr Quark, ihr Vitamin D!
Ich nörgle, mein Lebensstil ist verkehrt – ich mahne, ich gehe mir auf die Nerven – ich raube, meine Freiheit – ich bemängele, meine Angewohnheiten.
Dieses Szenario begleitet mich nun schon die letzten Monate. Mal in abgeschwächter Form, mal nervenaufreibend:

Wir diskutieren.

„Mein Schatz, wo hast Du Dich nur rumgetrieben? Du siehst ja furchtbar aus“ sagt sie.
„Ach… Weißt Du, ich bin echt müde und erschöpft – Ich will so gerne liegen!“ erwidere ich.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? War ich letzte Woche nicht auch schon so fertig?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, ich verspreche Dir zur Vernunft zu kommen!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, das sagst Du jedes Mal nachdem Du so mit mir umgesprungen bist!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Dass ich zur Vernunft komme?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, meine Aktivitäten – Das ist mir alles zu viel!“ erwidere ich.
„Ach… Weißt Du, vielleicht kannst Du eine Runde schlafen und wir werden dann was
unternehmen? Der Tag ist jung… Der Morgen hat eben erst begonnen!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Sind mir meine Aktivitäten denn nicht immer lästig?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, wenn ich dann erst mal gelegen habe, glaube ich nicht, dass ich mich später aufraffen kann!“ sage ich und ziehe mir die Decke über den Kopf.
„Ach… Weißt Du, vielleicht willst Du ein Red Bull trinken? Das hält Dich doch sonst auch putzmunter!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Konnte ich mich letzte Woche auch nicht mehr aufraffen?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, irgendwann wirkt auch das nicht mehr und gesund ist es auch nicht!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, vielleicht bekommst Du Lust wenn ich die anderen noch mitnehme?“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Gesund? Was ist heutzutage denn noch wirklich gesund?‘.

 Wir diskutieren.

Mein Schatz, um ehrlich zu sein bin ich total lustlos. Meine Freunde mögen mich ja auch nicht wirklich!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, vielleicht könntest Du einfach mal von Deinen negativen Gedanken und Einflüssen Abstand nehmen? Und das Leben genießen wollen?“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Ist das nicht klar, dass meine Freunde mir skeptisch gegenübertreten? Bei diesem Verhalten?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, vielleicht könntest Du mich einfach so akzeptieren wie ich bin!“ sage ich.
„Ach… Weißt Du, vielleicht könntest Du Dir einfach mal vor Augen wie Du Dich verhältst?“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Sage ich das nicht immer? Sie würde mich nicht akzeptieren wie ich bin?‘.

Wir diskutieren.

Mein Schatz, …!“ sage ich und wehre ab.
„Ach…!“ erwidert sie.

Einen kurzen Moment halte ich inne … und … denke nach! ‘Tue ich das nicht immer?

Eigentlich ist so eine Partnerschaft ja was ganz Feines … Wenn man „der MS“ Recht gibt.
Entspannt verbringe ich mit Freunden zusammen meine Wochenenden, gehe meinen Hobbies und Aktivitäten nach.
Auf dem Tisch: mein Wasser, mein Apfel, mein Quark … und sonst nichts!
Ich sinniere, mein Lebensstil ist perfekt – ich fühle, meine Nervenaktivitäten – ich lebe, meine Freiheit – ich genieße, meine Angewohnheiten.
Dieses Szenario begleitet mich nun schon die letzten Monate. Mal in abgeschwächter Form, mal nervenaufreibend!

Wir diskutieren … nicht.


Kommentare (2)


22.08.2014, 18:26, daredevil

Ich wünsche dir Alles Gute! Gesundheit, Glück und Freude für deine Zukunft.


27.02.2014, 13:24, edss

Mein Schatz ist ein Drache, der mich als seine gestrenge Dompteuse erlebt. Im Moment wird ihm einiges vorenthalten.


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