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Ab 01.01.2017 werden aus den Pflegestufen fünf Pflegegrade! Das sollte man wissen...

21.10.2016, 21:42, Kommentare (1)

Heutzutage hat man kaum noch einen Durchblick, was Bürokratie und Gesetze angeht. Ich zumindest strauchle manchmal, aber frage und lese mich dann einfach durch. 

Wer etwas über das NEUE Pflegestärkungsgesetz (welch Wort!!) etwas wissen möchte, der ist heute auf meinem Blog genau richtig!

 Die VDK-Zeitung hat in ihrer neusten Ausgabe eine ganz tolle Tabelle (siehe im Beitrag) eingestellt, aus der die Pflegestufen, die in Pflegegrade umgewandelt werden, dargestellt und erklärt.




Das ist neu:
  • Menschen mit demenzieller Erkrankung werden stärker berücksichtigt

  • Statt Pflegestufen jetzt Pflegegrade

  • Beurteilung von Pflegebedürftigkeit ist entscheidend, inwieweit der Betroffene in der Lage ist, seinen Alltag selbstständig zu meistern

  • Pflegestärkungsgesetz wird differenzierter und gerechter

  • im Pfegegrad 1 werden bereits in frühem Stadium niedrigschwellige Hilfen angeboten

  • Grad der Selbstständigkeit steht im Mittelpunkt statt wie bisher nur körperliche Einschränkungen 

  • sechs Kriterien ab sofort: 1. Mobilität, 2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten, 3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, 4. Selbstversorgung, 5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen, 6. Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

  • Pflegegrad 1 bei leichten Einschränkungen (Hilfen, die früher ansetzen als bisher) z.B. Pflegeberatung, finanzielle Zuschüsse für die Verbesserung des Wohnumfelds

Achtung:
In der stationären Pflege werden hingegen die Leistungen für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 und 3 abgesenkt. Es gibt ab 2017 einen einheitlichen Eigenanteil für Heimbewohner der Pflegegrade 2 bis 5. Nach Umstellung bezahlt die Pflegekasse den höheren Differenzbetrag, wenn der Heimbewohner nicht in der Lage ist, wenn er davon betroffen ist.


Ich bin oft skeptisch, was solche Gesetze angeht, denn nicht alles ändert sich zum Vorteil. Noch mehr bin ich gespannt, nachdem im Juli mein Antrag auf Pflegestufe abgelehnt wurde, wie der Antrag im Januar entschieden wird.

Was meint ihr zum NEUEN Pflegestärkungsgestz? Habt ihr Tipps für andere Betroffene? Dann kommentiert hier unter meinem Blogbeitrag auf dem Blog - bin gespannt!

Herzlichst
Eure Caro







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Kommentare (1)


27.10.2016, 15:19, lupocane

Wer schon eine Pflegestufe hat, wird gleich- oder u. U. - in einigen Fällen - sogar finanziell besser gestellt. Es gibt allerdings eine Verschlechterung für die Personen, die eine sehr starke kognitive Einschränkung haben. Diese erhielten bislang 208 € Zuschüsse, bei leichten Einschränkungen gab es 104 € pro Monat. Zukünftig gibt es nur noch eine Stufe bei solchen Einschränkungen, die monatlich 125 € Zuschüsse beantragen kann. Ob das neue Gesetz bei der Bewilligung der Pflegegrade im Vergleich zu den jetzigen Pflegestufen eher eine Einstufung erlaubt, wird vermutlich erst die Praxis zeigen. Es kommt schließlich darauf an, wie die Begutachterin die Lage jeweils interpretiert.


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